Weitere Berichte über unsere Gemeinde

Kindermusical
Daniel in der Löwengrube

Biblisches Musical von Ralph Grössler
Familiengottesdienst in der Versöhnungskirche Ziegelhausen 06.02.2011
Da saßen sie alle im Altarraum, die feinen Minister, die Engel mit dem goldenen Gürtel, der König Darius mit goldener Krone, Daniel in einfachem Gewand, die Erzählerinnen, die Löwen mit der gewaltigen Mähne.
Herr Ch. A. Schäfer, Kantor der Heilig Geist Kirche, mit Frau B. Wunsch Initiator des Musicals, entlockte mit dem Präludium der Orgel ein gewaltiges Tongewitter, unterstützt im weiteren von den Musikern mit Gitarre (J. Vogt), Saxophon (K. Rössler), Schlagzeug (Ch. Dobirr) und Cajon (Michael Schneider).
Die Kinder des Projektchores gaben ihr Bestes, uns die Geschichte des klugen, gottesfürchtigen Daniel am Hofe des großen, prächtigen Herrschers im weiten Perserreich singend zu erzählen. Sie stellten uns Daniel vor als den neuen Fürsten aus dem fremden Lande, der nicht nach Ruhm dürstet und ein Leben ohne Schande führt, als dem fremden Mann mit großem Herzen, der Gerechtigkeit und Güte übt; ganz im Gegensatz zu den gierigen, goldenen Fingern der Diener des großen Königs, die darauf bestehen, dass das Reich nur durch sie regiert wird und sie keinen Fremden brauchen, denn sie schaffen alles alleine. Sie verkünden, in Daniel, dem Fremden, einen hergelaufenen Kerl zu sehen, der alles kann, nichts verlangt, treu und fleißig, ganz unleidlich, unerpresslich, Königsliebling ist. Ihr Neid fällt in schrillen Tönen über alle her, gierig sind sie, dumm, können nur sich selber sehen, nie die anderen verstehen. Haben Angst um ihre Macht. Sie schlagen dem König die Beseitigung Daniels in der Löwengrube vor. Armer Daniel, wolltest nur das Beste machen, über Recht und Frieden wachen, doch du hast ein Gesetz gebrochen, hast zu deinem Gott gesprochen.
Aber die Löwen, die ihn in der Grube umkreisen, sie glauben sich als die Mächtigen und Starken, die leise schleichen und nie weichen, und dann plötzlich beißen und zerfleischen - ihnen wird aber durch die Engel Einhalt geboten. Gott, der Herr, dies von euch will. Daniel steh und zage nicht, komm und werfe ab die Ketten, Angst, Zweifel, Pein. Immer werd ich, Gott, bei dir sein. Jetzt erkennen die Menschen, wer der Herr ist hier im Land. Daniels Gott ist Herr des Lebens, Herr des Liebens und Versöhnens. Den Ministern befiehlt König Darius; schlagt jetzt arm euch durch das Leben, lernt das Lieben, das Vergeben. Und auch ich muss lernen, nicht mich lassen zu bedienen!
Herr Pfarrer Burger fasst die Kerninhalte des Musicals noch einmal zusammen. Ein langer, langer Applaus für die Kinder, die Musiker, Frau Wunsch und Herrn Schäfer war die einzig richtige Antwort für die viele Mühe, die Begeisterung, Organisation, den Erfolg, in so kurzer Zeit diese Jahrhunderte alte biblische Geschichte singend auf die Beine zu stellen.
Herr Bernd Schneider, unser Diakon, findet ganz viele Worte des Dankes, kleine "Löwenriegel" und kleine Rosentöpfchen für alle Beteiligten, auch die, die für die Kinder den Chauffeur gespielt haben. Das gemeinsam gesungene Segenslied und der zugesprochene Segen waren genau der richtige Punkt unter diesen sangesfreudigen Gottesdienst.

Eine Aktion der Versöhnungsgemeinde in Zusammenarbeit mit der Heidelberger Kinderkantorei

www.kinderkantorei.de  Leitung: Kantor Christoph A. Schäfer, Heidelberg

Kontakt Versöhnungsgemeinde: Gemeindediakon Bernd Schneider, Tel. 8890864; Bernd.Schneider@ekihd.de

 

Worauf Sie sich verlassen können ! ?

Der obenstehende Satz mit Ausrufezeichen klingt sehr selbstbewusst.
Doch da ist noch das Fragezeichen, denn natürlich fragen Sie:
Worauf kann ich mich denn verlassen ? Am besten auf mich selbst ?

Zum Abschluss unserer "besonderen Abende" zum obenstehenden Thema
fand am 08.02.2009 noch ein Gottesdienst mit Eckard Krause statt,
an dem über einen Mann gesprochen wurde, der sehr selbstbewusst
seine Treue zu Jesus versprochen hatte. Dieser Mann, Petrus, dachte,
dass er sich hier auf sich selbst verlassen kann.
Dann hat ihn sein Mut verlassen. Dann hat er seinen "Lehrmeister"
und Freund Jesus verleugnet und damit im Stich gelassen.
"Ich kenne ihn überhaupt nicht".
(Lesen Sie weiter in der Bibel, Lukas, Kap.22 Vs 54ff)

Nach der Auferstehung Jesu vom Tod kam es wieder zu einer Begegnung
zwischen Jesus und Petrus. Wie hat Jesus darauf reagiert, dass er so von
Petrus und allen Freunden verlassen wurde ?
Er hat später Petrus nur gefragt: "Liebst du mich ?"
(Lesen Sie weiter in der Bibel, Johannesevangelium, Kap.21).

Die Vorträge von Eckard Krause an unseren besonderen Abenden
können Sie auf Wunsch
bei uns noch als Audio-CD oder mp3-Dateien erhalten


40 Jahre Ökumene in Ziegelhausen,
1969 - 2009

 

40 Jahre engagiertes Ringen und Bemühen um den gemeinsamen Glauben in der einen Kirche Jesu Christi waren uns ein willkommener Anlass miteinander zu feiern. Was vor wenigen Jahren im ökumenischen Miteinander noch kaum vorstellbar war, ist für unsere Gemeinden zu einer selbstverständlichen Praxis geworden. Seit 40 Jahren begehen wir regelmäßig am 1. Freitag im März den Weltgebetstag der Frauen mit anschließendem Beisammensein. Vor 40 Jahren wurde der ökumenische Arbeitskreis gegründet. Er versteht sich als Bindeglied zwischen den Räten unserer Gemeinden und koordiniert die verschiedenen, ökumenischen Veranstaltungen im Jahresablauf,
wie z.B.:
- ökumenische Gottesdienste am Neujahrstag, in der österlichen Bußzeit,
- am Pfingstmontag und gemeinsame Schulgottesdienste
- jährliches 'Treffen der Räte' (Ältestenkreis und Pfarrgemeinderat)
- die ökumenische Bibelwoche
- die von beiden Gemeinden organisierte 'Woche für das Leben'
- Grußworte der jeweiligen Nachbargemeinde bei Festen,
- Veranstaltungen im ökumenischen Seniorenzentrum
- und nicht zuletzt viele Freundschaften, entstanden durch all diese Gemeinsamkeiten

 

Ziegelhäuser Gespräche
am 09. Juli 2004
Referent: Bischof der Badischen Landeskirche; Dr. Ulrich Fischer
Thema : Missionarische Herausforderungen an die Kirche

Es war ein bemerkenswerter Abend mit einem Bischof, der dem Thema wesentliche Perspektiven abgewinnen konnte, der als kompetent, wortgewandt und zum Teil auch sehr persönlich beeindruckte
Mit Blick auf den modernen Menschen als einem Orientierung und Geborgenheit suchenden, steckte er den Rahmen von Mission und Evangelisation ab, deren zentraler Inhalt ein 'Sprechen über den Glauben' ist. Diese Grunddimension kirchlichen Handelns findet in vielen Formen ihren Ausdruck. Voraussetzung hierfür ist aber, die 'Sprache des Glaubens' zu finden, die ein 'lebensgeschichtliches Erzählen' insofern ist, als der, der glaubt, von Gott etwas zu erzählen weiß.

Diesem theologischen Teil des Referates fügte Dr. Fischer einen praktisch-theologischen hinzu- mit einer Fülle von missionarischen Möglichkeiten, die , in den Gemeinden überwiegend bekannt, einer neuen, motivierenden Bewußtmachung bedürfen.

1. So muß missionarische Kompetenz immer auch eine Gebetsbewegung sein,
Netzwerke des Gebets sollten Fundament missionarischen Handelns sein.
2. Es gilt ebenso, die missionarischen Chancen im Alltag der Gemeinde wahrzunehmen.
So gibt es Projekte neuer Gottesdienstformen, die auch geeignet sind,
kirchendistanzierte Menschen anzusprechen; in die Amtshandlungen sollten
die Beteiligten einbezogen werden, z,B. in Tauferinnerungsgottesdiensten,
Konfirmationen und dem ganz normalen Gottesdienst.
3. Auch die kirchlichen Gebäude tragen das Potential in sich, Orte zu sein,
an denen die Menschen Stille erfahren und das Suchen ihrer Seele zulassen können,
4. Die Kraft der Kirchenmusik als einem 'Fenster zum Glauben'
sollte nicht unterschätzt werden, weder für die Ausführenden, noch für die Hörer,
wobei die Gefühle der jungen Menschen in ihrer Sehnsucht gesehen und
einbezogen werden sollten.
5. 'Sprachschulen des Glaubens', begleitet von
6. der Mission der Tat, überschreiten den kirchlichen Rahmen da, wo Mission als
7. Einmischung in gesellschaftliche Zusammenhänge verstanden und praktiziert wird,
so in Politik und Sport, wobei neben anderen sozialen Lebensräumen, gerade
aktuell, auch die Fußballwelt Folien bereitstellen, die mit missionarischer Zielsetzung
gedeutet werden sollten. Nicht zuletzt wandte sich Dr. Fischer
8. den evangelistischen Projekten zu, wie z.B. 'Neu anfangen', 'Männervesper',
'Frühstücks-Treffen für Frauen' u.a., die Gelegenheiten bieten, nicht kirchlich zu
belehren, sondern vom Glauben zu reden. Dr. Fischer zeichnete ein Panorama
'ungeheurer missionarischer Chancen in unserem Land', die als Spiegel
des 'Eifers Gottes für diese Welt' zu ergreifen der Auftrag der Kirche ist,
gelebt und weitergetragen zum 'Lobe Gottes und zum Heil der Welt.'

Anhaltender Applaus spiegelte Dank und ansteckende Betroffenheit. Die Begeisterung des Referenten für 'die missionarischen Herausforderungen in der Kirche', deren Ehrlichkeit durch auch kritische Fragen und noch ungelöste Probleme nicht getrübt wurde , sprang auf die Hörer-Gemeinde über - Zeichen hoher Akzeptanz.