Gemälde von Herbert A. Jung verlassen das Schmitthennerhaus

Quelle: Karin Wilke
Dakant und EKV bedanken sich bei Herbert A. Jung (Mitte) für die Leihgaben
Heidelberg, 30.10. 2018. Mit einer kleinen, hausinternen Finissage bedankte sich  das Dekanat beim Künstler Herbert A. Jung für die freundliche Leihgabe acht  seiner Werke, die in einem Zeitraum zwischen 2008 und 2016 entstanden sind. Kraftvoll, leuchtend und energiegeladen traten die Arbeiten dieser Werkgruppe seit Februar 2018 den Besuchern im Foyer des Schmitthennerhauses entgegen. Die Idee zu dieser Ausstellung hatte der Künstler selbst, dem die großflächigen, leeren Wände im Flur des Hauses für eine Präsentation seiner Bilder förmlich „ansprangen“. Wie Recht er damit hatte und was für eine Bereicherung seine Werke für das Haus waren, davon konnten sich Besucher und Mitarbeitende über acht Monate hinweg selbst überzeugen.

Quelle: Karin Wilke
Der Künstler hängt seine Werke wieder ab
„Meine Bilder entstehen in einem Prozess, der sich teilweise über ein Jahr hinziehen kann“, erläutert Jung den Entstehungsprozess.  „Dabei ist der kontrollierte Zufall ein wesentlicher Bestandteil meines künstlerischen Schaffens“, so der Künstler. Zuweilen sei dieser Prozess auch ein quälender, bei dem er sich häufig die Frage stelle: „Wie male ich weiter, wann ist mein Bild vollendet?“ Letztlich sei es eine Frage der persönlichen Ästhetik und auch der Harmonie von Farben und Formen, die darüber entscheidet, wann ein Bild gut und damit fertig ist.

Die Dynamik und Ausdruckskraft der Bilder beruhen auf dem Wechselspiel von Farbe und Struktur, von Transparenz und Festigkeit, von Zufall und Plan. Dabei spielen die Bildträger und die Art des Farbauftrages eine entscheidende Rolle. Herbert A. Jung nimmt – unter Verzicht auf den Pinsel als traditionellem Arbeitsmittel – unterschiedlichste Materialien zu Hilfe. Mal ist es ein Schwamm, mal sind es Spachtel, Rakel oder perforierte Plastikflaschen, mit denen er die Farbe in mehreren Schichten über Papier, Leinwand, Kunststofffolie oder auch aluminiumbeschichteten Karton zieht. Der Bildträger, insbesondere wenn er eine auch nur minimal strukturierte Oberfläche hat, interagiert mit den Arbeitsmitteln und trägt dadurch zur Farbverteilung bei.

Herbert A. Jung erzeugt mit seinen Bildern mythische, geheimnisvolle Realitäten, die unser Innerstes berühren und unsere Aufmerksamkeit erfordern. Die durch Farbschichtungen entstandenen Bildräume ermuntern dazu, sich darin frei zu bewegen, innezuhalten, die eigene Position zu hinterfragen und an der Bildwerdung teilzuhaben.

 Quelle: Karin Wilke
Erläuterungen zur Ausstellung im SHH

Quelle: Karin Wilke

Wer mehr über die Werke von Herbert A. Jung erfahren möchte, ist herzlich eingeladen zur Katalogpräsentation, in dem alle Gemälde des Künstlers zu finden sind. Sie findet am 17. November um 17 Uhr in den Räumen seines Ateliers in der Oberen Neckarstr. 12 statt.

 
Karin Wilke
Pressereferentin EkiHD
Quelle: Karin Wilke