Höhepunkte

Highlights der Citykirchenarbeit

Die Sprachen der Liebenden - Ökumenischer Valentinsgottesdienst
Quelle: Citykirche

Donnerstag, 14. Februar 2019 um 19 Uhr in der Providenzkirche

Nach einer zweijährigen Pause nahmen wir die Tradition der Valentinsgottesdienste wieder auf. Es kamen rund 30 Paare zur Paarsegnung.

Gestaltung: Pastoralreferentin Mirjam Umhauer, Citypfarrer Vincenzo Petracca, Petra Holz (Psychologische Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen)
 
Kooperation mit dem Citypastoral Jesuiten  

TANZNACHT mit DJ Pfarrer

Samstag, 26.1. 2019 um 20 Uhr im Gemeindehaus an der Friedenskirche

Quelle: Citykirche Heiliggeist
Bei der Tanznacht der Friedensgemeinde zum Jahresauftakt
legte DJ Pfarrer Vincenzo Petracca auf:
Die besten Hits aus den 80er und 90er Jahren
und Latin Standards.
 
Kooperation mit der Friedensgemeinde in Heidelberg-Handschuhsheim
 

Wie das Bahnbetriebswerk zum modernen Stall wurde

Ökumenisches „Weihnachtsexperiment“ mit über 150 Gästen

Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung von Marion Gottlob am 27. Dezember 2018
 
Quelle: Citykirche
Klar tönte eine Frauenstimme durch die Halle des Alten Bahnbetriebswerks mit Worten eines unbekannten Verfassers: „Es ist Zeit. Die Stille leuchtet. Gott schreibt Botschaften zwischen die Sterne, heftet Trostworte an den Vogelzug. Es ist Zeit. Eine junge Frau hochschwanger. Es ist Zeit. Gott kommt.“
Die Idee zu dieser Christmette der anderen Art entwickelten Pastoralreferent Hermann Bunse von der Katholischen Stadtkirche Heidelberg und Architekt Armin Schäfer von der „Architektenarbeitsgemeinschaft Loebner – Schäfer – Weber“
(AAg), nach dessen Plänen das Alte Bahnbetriebswerk umgestaltet wurde. Dritter im Bunde wurde Citypfarrer Vincenzo Petracca. Schon vor einem Jahr hatten sie das Weihnachts-Experiment gewagt, und es waren rund 100 Gäste gekommen. Dieses Mal fanden sich an Heilig Abend gegen 22.30 Uhr mehr als 150 Besucher ein, um ein Weihnachten jenseits von Kitsch und Romantik zu feiern. Es waren sogar zu wenige Stühle da, so dass einige Teilnehmer stehen mussten.
Der Weg war das Ziel: Das Abenteuer begann für manchen mit einer Suche. Einige landeten zunächst bei einem Gebäude hinter dem Bauhaus und wanderten die einsame Straße „Am Bahnbetriebswerk“ entlang - vorbei an leeren Bahnzügen, Pfützen und Wiesen. Irgendwann trug der Wind den Duft nach Weihrauch den Suchenden entgegen. Bunse und Petracca: „Wir haben mit Absicht einen Ort nicht im Zentrum, sondern am Rande der Stadt gewählt. Auch Maria und Josef haben nicht in der Mitte der Stadt nach einer Herberge gesucht, sondern auch ,weit am Stadtrand war kein Platz in der Herberge’, wie die wörtliche Übersetzung lautet.“
Quelle: Katja Fiebrich
An diesem Abend verwandelte sich das Bahnbetriebswerk in einen „Stall“. Petracca lächelte: „Modernes Stall-Feeling.“ Im Kamin loderte ein Feuer, es gab weder Krippe noch Altar. Stattdessen breiteten die Gottesmänner eine Schrift mit der Bibel-Botschaft von Christi Geburt aus. Rundum knisterten silbern-goldene Rettungsfolien, die man aus der Notfall-Ausrüstung für das Auto kennt. Pfarrer Petracca: „Christ der Retter ist da – dafür stehen die Rettungsfolien.“
Bunse hatte ein Altar-Bild mitgebracht „Ein Gefangener hat sich mit Malerei statt mit Tätowierungen beschäftigt und mir dieses Bild mitgegeben.“ Statt Engel wachte eine Statue der Heiligen Barbara über die Feier. Architekt Schäfer erläuterte: „Die Heilige Barbara ist die Schutzheilige der Bauleute und Schmiede- Hier wurden früher die Lokomotiven repariert, hier wurde geschmiedet und gehämmert.“
Statt mit Gehämmer begann die Feier mit Weihnachtsmeditationen von Ute Schleich und Jonas Bunse auf dem Klavier und der Flöte. Dann nahm Hermann Bunse senior ein wenig Stroh in die Hand und zitierte Andreas Knapp: „Im gedroschenen Stroh leeren Geredes – kein Körnchen Wahrheit mehr.“ Dem setzte wieder eine Frauen-Stimme entgegen: „Es ist Zeit. Gott zündet Lichter an in den Herzen der Zweifler. Enttäuschte verlieben sich neu. Verwundete heilen im Licht der Wintersonne. Es ist Zeit.“
Quelle: Katja Fiebrich
In seiner Predigt erzählte Petracca von dem berühmten Jungen, der im Park nach Gott suchte. Er setzte sich neben eine alte Frau und teilte mit ihr, ohne Worte, Schokolade und Cola. Am Abend fragte die Mutter nach dem Tag. Der Junge sagte: „Ich habe mit Gott zu Mittag gegessen und sie hat ein wunderschönes Lächeln.“ Die alte Frau wiederum erzählte zu Hause: „Ich habe mit Gott Mittag gegessen und er ist jünger, als ich dachte.“
Der Gottesdienst war in seiner Nüchternheit anspruchsvoll und für Kinder eigentlich zu schwierig. Doch diese Geschichte gefiel einem Jungen so gut, dass er von Petracca später den Text erbat. Der Pfarrer zitierte Karl Rahner: „Gott hat sein tiefstes, schönstes Wort im fleischgewordenen Wort in unsere Welt hineingesagt. Und dieses Wort heißt: Ich liebe dich, du Welt und du Mensch. Es ist Weihnachten. Zündet die Kerzen an! Sie haben mehr Recht als alle Finsternis.“
Im Gebet gedachte die Gemeinschaft der Opfer des neuen Tsunami. Gegen Mitternacht war alles vorbei. Die Menschen traten hinaus in die Einsamkeit „weit draußen vor der Stadt“, wo sich Kälte und Frost über die Pfützen und Wiesen legten.

Quelle: Adrian Lewczuk
Jazzgottesdienst zu Weihnachten 

Providenzkirche, 26.12.2018, 11 Uhr

Citykirche Rock'n'Pop - Xmas Special
Am 2. Weihnachtsfeiertag rockte "Lewczuk3 - Die Geschwister" die mit 250 Leuten bis auf den letzten Platz gefüllte Providenzkirche. Sie spielten alte und moderne Weihnachtslieder im Pop-, Rock- und Jazzgewand.
Die Musik war ein Mix aus verjazzten und verpoppten traditionellen Weihnachtsliedern und Evergreens sowie geistlicher Popularmusik und Gospels.
Dazwischen waren besinnliche Weihnachtstexte zu hören. Am Ende klatschten die GottesdienstbesucherInnen stehend mit. 
 

Quelle: ekihd - Karin Wilke
Pink Monday

Heiliggeistkirche und Marktplatz, 3.12.2018, 18 Uhr

In diesem Jahr erstrahlte die Heiliggeistkirche am Pink Monday aus Solidarität mit Aidskranken nicht nur von außen, sondern auch von innen pink. Sie war der fotografische Höhepunkt des Pink Monday.

Es begann um 18 Uhr mit einer Adventsandacht zum Thema "Aidskranke" in der mit 27 Strahlern pink illuminierten Kirche. Danach trug Citypfarrer Vincenzo Petracca auf der Bühne des pinkfarbigen Marktplatzes ein brasilianisches Weihnachtsgedicht vor. Es spielte die Band Beatschuppen vor rund 100 Leuten kernigen Rock und in der Pause legte DJ Pfarrer Vincenzo Petracca auf. Der strömende Regen konnte der Laune auf dem Marktplatz nichts anhaben. 

I
Quelle: ekihd - Karin Wilke
n der Adventsandacht trug Pfarrer Petracca den berührenden Text eines HIV-positiven Mannes vor, den dieser  nach der Diagnose verfasst hatte:
"Ich bin wütend, ich zittere und würge.
Ich fühle mich allein in meiner Gefühlsdusselei.
Meine Gedanken kreisen um meine Krankheit und dem unbändigen Gefühl der Angst, das wieder in mein Leben eingebrochen ist.
Die Angst ergreift mich jeden Tag mehr und ich erlebe sie jeden Tag direkter.
Ich versuche meine Gefühle zu
Quelle: ekihd - Karin Wilke
bezwingen, und habe dabei Schweißausbrüche und weine daher und alles dreht sich – Ihr wisst ja gar nicht wie weh es tut, wenn ich meinen Körper spüre und sehe, wie ich mich verändert habe in den letzten Monaten. 
Meine Sehnsucht nach einem Partner, die ich mir verbiete auch nur zu träumen… 
Wer versteht es von euch, sein Gesicht und seinen Körper zu verstecken, nicht mehr hinter Glanz und Fassade – sondern vor Angst, jemanden in die Augen zu sehen.
Angst, dass ich nicht mehr laufen kann, Angst, an Schnupfen zu sterben, oder Angst an den Nebenwirkungen der Medikamente oder Angst – am meisten – die Kraft zu verlieren dagegen anzukämpfen.
Und so ist es jeden Abend vor dem Einschlafen und immer im Café und in der Bar und wenn ich Bekannte treffe, die nicht ahnen, wie weh mir das tut." 
  

Christoph Butterwegge zum Grundeinkommen

Providenzkirche, 18.10.2018, 18 Uhr

Im Rahmen der Heidelberger Armutswoche des Heidelberger Bündnis gegen Armut und Ausgrenzung
 
Quelle: ekihd - Karin Wilke
Der renommierteste Armutsforscher dieser Republik, Prof. Christoph Butterwegge (Köln) trug aus seinem neuen Buch zum bedingungslosen Grundeinkommen vor. Das Buch „Grundeinkommen kontrovers - Plädoyers für und gegen ein neues Sozialmodell“ war  wenige Tage vorher erschienen. Butterwegge setzte sich vor 300 Zuhörerinnen und Zuhörer in der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche kritisch mit dem Konzept auseinander und stellte dar, welche Folgen dies für Armut und soziale Ausgrenzung haben könnte.Dabei beleuchtet er auch allgemein die Lebensbedingungen armer und von sozialer Teilhabe ausgeschlossener Menschen.
 
In Kooperation mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund Heidelberg/Rhein-Neckar, der IG Metall Heidelberg, der vbi Heidelberg, Emmaus und Gewerkschaft e.V.
  

Quelle: Citykirche Heiliggeist
"Die Nacht" - Mitternachtskonzert in der Heiliggeistkirche

Heiliggeistkirche, 13.10.2018, 23 Uhr

Musik: Anja Lechner (Cello) und Pablo Márquez (Gitarre)
 
Im Zentrum der gemeinsamen Arbeit der beiden Musiker steht die Liebe zur Musik Schuberts, insbesondere zur „Sonate“ in a- Moll  von 1824, die sogenannte „Arpeggione Sonate.“
Um diese Komposition herum haben Lechner und Márquez ein stimmungsvolles Nacht-Programm mit weiteren Schubert-Liedern entwickelt und ergänzt und in der nächtlichen Heiliggeistkirche dargeboten.
Die Kirche war in den Farben des Festivals Enjoy Jazz illuminiert.

Kooperation mit Enjoy Jazz 
 

Quelle: Friedensbibliothek Berlin
"Man hält die Sonne nicht auf"  - Die Weiße Rose

CityGottesdienst mit Texten und Tönen zum 100. Geburtstag von Hans Scholl 

Heiliggeistkirche, 16.9.2018, 11 Uhr

Texte: Renate Wind 
Töne: Michael Kuch
Liturgie: Vincenzo Petracca
 
Texte des Gottesdienstes

Quelle: Prof. Dr. Renate Wind

 

Hommage an Nelson Mandela zum 100. Geburtstag
Quelle: Citykirche Heiliggeist

Mittwoch, 18.7.2018, 19.30 Uhr, Providenzkirche

Konzert mit dem Afrikachor Mokole unter der Leitung von Eva Buckmann
Szenische Lesung mit Simone Knapp
 
Mit Liedern und Texten wurde an diesem Abend eines großen Man­nes gedacht, der die Welt nachhaltig verändert hat, des­sen Erbe aber noch darauf wartet, eingelöst zu werden. 350 BesucherInnen nahmen am Abend teil.
 
In Kooperation mit dem Weltladen effata, der Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA) und Moko e.V.
 

Quelle: Nanine Linning
Tanzgottesdienst "Dusk"

Sonntag, 24.6.2018, 11 Uhr, Heiliggeistkirche

Der Tanzgottesdienst zu "Dusk" von Nanine Linning war eine Kooperation mit dem Theater der Stadt Heidelberg.
 
Gestaltung:
Tanz: Dance Company Nanine Linning 
Ansprache: Dekanin Dr. Marlene Schwöbel-Hug
Liturgie: Citypfarrer Dr. Vincenzo Petracca
Musik: Knut Rössler (Saxofon), Jan Wilke (Orgel)
 
Predigt von Marlene Schwöbel-Hug
 
450 GottesdienstbesucherInnen kamen zum Tanzgottesdienst in die Heiliggeistkirche.

Quelle: Citykirche Heiliggeist
Konzertgottesdienst "You'll never walk alone - Jesus, Luther, Marx"

Texte und Töne zum 200. Geburtstag von Karl Marx

Sonntag, 27.5.2018, 11 Uhr, Heiliggeistkirche

Anläßlich 500 Jahre Heidelberger Disputation und dem 200. Geburtstag von Karl Marx brachtenn wir Jesus mit Martin Luther und Karl Marx ins Gespräch.
Der CityGottesdienst war eine literarisch-musikalische Spurensuche.

Mit Prof. Dr. Renate Wind (Texte)
Prof. Dr. Michael Kuch (Flügel)
Citypfarrer Dr. Vincenzo Petracca (Liturgie).
  
Predigt von Renate Wind

Quelle: Prof. Renate Wind

 

Wenn der heilige Boden bebt

Tanzgottesdienst in Heiliggeist riss die Besucher von den Bänken – Pfarrer Petracca will kirchenferne Menschen ins Gotteshaus locken

Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung von Lilly von Consbruch am 11. Mai 2018
 
 Quelle: Philipp Rothe

Quelle: Philipp Rothe

Wer war der erste Rock’n’Roller der Weltgeschichte? Pfarrer Vincenzo Petracca ist sich sicher: König David. „Schon David tanzte vor dem Herrn“, erklärt der Pastor der City-Kirche beim Tanzgottesdienst an Christi Himmelfahrt in der Heiliggeistkirche. Und er präzisierte noch: „Die göttliche Gegenwart elektrisierte David und ließ seinen Geist tanzen.“

Wie das mit dem Elektrisieren ganz praktisch von statten geht, konnten die Kirchenbesucher selbst erleben. Während des Gottesdienstes wirbelten zunächst die Tanzlehrer Daria Bieniek und Johannes Scheurig von der Tanzschule Nuzinger – zu der Musik der Mannheimer Band „Juri’s Kitchen“ – durch die Kirche. Doch nach dem eigentlichen Gottesdienst hielt es auch die Besucher nicht mehr auf den Kirchenbänken.

Beim mittlerweile vierten Tanzgottesdienst lag der Schwerpunkt ganz auf Rock’n’Roll und Discofox-Tänzen. Mit Liedern wie „Hallelujah“ von Leonhard Cohen, „Wind of Change“ von den Scorpions oder Joan Osbornes „One of us“ brachte die Band den heiligen Boden zum Beben. „Die Musik ist unglaublich, die reißt einen richtig mit“, so eine junge Besucherin nach dem Gottesdienst. Und eine ältere Dame meinte sogar: „Seit 65 Jahren warte ich auf so einen Gottesdienst!“

Für Pfarrer Petracca ist die Kirche einfach der richtige Ort zum Tanzen:„Besonders an Himmelfahrt sollten unser Geist und die Gedanken frei sein“, sagte er in seiner Predigt. Und beim Tanzen im Gotteshaus verfalle der Geist in einen heiligen Rausch und breche aus den alltäglichen Zwängen aus.„Du bist nicht zu jung, nicht zu alt. Gemeinsam geben wir dem Glauben tanzend Gestalt.“

Petracca möchte mit den Tanzgottesdiensten Menschen erreichen, die sonst nicht in die Kirche kommen würden. „Angefangen hat alles mit unserer Tanznacht für Jugendliche“, erklärt er. „Aber wir wollten noch mehr machen, wir wollten die Musik in den Gottesdienst integrieren.“ Das gefällt nicht jedem. „Ich höre oft skeptische Stimmen, die meinen, so etwas gehöre nicht in die Kirche“, sagt Petracca.

Doch nicht wenige würden ihre Meinung ändern, wenn sie einmal dabei gewesen seien. So wie eine Besucherin am Himmelfahrtstag, die anfangs eher skeptisch war. Danach fand sie aber: „Die christlichen Inhalte wurden mit den Tänzen verbunden und der ganze Gottesdienst war gut inszeniert.“

Wer auch mal auf heiligem Boden tanzen möchte, hat dazu schon am morgigen Samstag wieder die Gelegenheit. Ab 20.30 Uhr feiert die Tanzschule Nuzinger dort eine Party mit Standard- und Lateintänzen– und in der Kirche wird sogar eine Bar aufgebaut. Dabei wird für einen guten Zweck getanzt: Der Eintritt in Höhe von fünf Euro geht an das Projekt „Manna“, das in der Plöck einen Café-Treff führt und kostenlose Bildungsangebote für Menschen mit wenig Geld macht.
 
Predigt des Rock'n'Roll-Gottesdienstes

Quelle: Vincenzo Petracca

 
 

Tanz in den Mai
Quelle: Citykirche Heiliggeist

Montag, 30.4.2018, 20 Uhr, Markushaus

Kooperation mit der Markusgemeinde 
 
DJ Pfarrer alias Vincenzo Petracca
legte zum Mai-Tanz auf
Standard, Latin
oder Freestyle
mit Hits der 80er, 90er, 
und das Beste von heute
 

Denn Liebe hat das letzte Wort

Wieso das Kreuz Hoffnung bedeutet: Margot Käßmann predigte vor 1000 Zuhörern in der Heiliggeistkirche – Abschluss des Reformationsjubiläums

Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung von Anica Edinger am 30. April 2018
 
 Quelle: Karin Wilke
Von links: Altstadt Pfarrer Vincenzo Petracca, Dekanin Marlene Schwöbel-Hug und Reformationsbotschafterin Margot Käßmann feiern gemeinsam den Festgottesdienst

Quelle: Karin Wilke

Für die meisten Städte endete das Reformationsjubiläum im Oktober 2017. Nicht so in Heidelberg. Hier setzte die Evangelische Kirche noch einen drauf – und feierte nicht nur 500 Jahre Reformation, sondern auch noch „500 Jahre Heidelberger Disputation“ (wir berichteten). Nach 19 Monaten Feierlichkeiten stand jetzt der letzte Höhepunkt an, wie die Dekanin der Evangelischen Kirche, Marlene Schwöbel-Hug, erklärte. Dafür konnten die Heidelberger Protestanten noch einmal einen echten Promi der Evangelischen Kirche in die Stadt locken: Beim Festgottesdienst zum Abschluss des Reformationsjubiläums sprach am Sonntag Prof. Margot Käßmann, von vielen gefeiert wegen ihrer klaren Positionen – gerade auch in politischen Fragen.

So kamen auch zum Festgottesdienst rund 1000 Menschen in die Heiliggeistkirche in der Altstadt. Kein Stuhl blieb leer, einige Gäste standen sogar, um den besten Blick zu erhaschen auf die Theologin, die seit 2012 „Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017“ im Auftrag des Rates der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) war. Schließlich war es auch Käßmanns letzter öffentlicher Auftritt in dieser Funktion, bevor sie am 1. Mai in den Ruhestand geht. Daher bezeichnete es Schwöbel-Hug auch als „besondere Ehre“, dass Käßmann noch einmal nach Heidelberg gereist sei. „Wir sind sehr, sehr dankbar“, so die Dekanin.

Und tatsächlich: Die vielen Menschen in der Heiliggeistkirche wurden nicht enttäuscht. Käßmann hielt eine leidenschaftliche Predigt – ehrlich, zukunftsgewandt, witzig, vor allem aber klug. Ihr Thema: Die Kreuzestheologie, die Martin Luther in Heidelberg während der Disputation am 26. April 1518 entwickelte – und die eben viel mehr bedeute als „Kreuze in bayrischen Amtsstuben“. Luther ging es dabei viel mehr um das Gottesverständnis. Er wandte sich damit auch gegen die Theologie der Herrlichkeit, die der Kirche einen Heilsbesitz zuspricht. „Luther dagegen erklärt: Nur, wenn wir das Kreuzesgeschehen im Blick haben, begreifen wir als Glaubende Gott“, so Käßmann.

 Quelle: Philipp Rothe

Quelle: Philipp Rothe

Doch: „Was bedeutet das Kreuz heute für die Christen?“, fragte die Theologin. Für sie persönlich jedenfalls mehr als nur Leid und Trauer. Dass das aber auch mal anders war, weiß Käßmann genau – und erinnerte sich an ihre Jugendzeit: „Da war das Abendmahl eine düstere Angelegenheit, beklemmend. Schuldbeladen sind wir vorgetreten.“ Und das in schwarzer Kleidung. Erst mit den Kirchentagen der 70er Jahre habe sich das geändert. „Dann hieß es nicht mehr: ,Christi Blut für dich vergossen, Christi Leib für dich gegeben‘, sondern: ,Nimm und trink vom Kelch des Heils, nimm und iss vom Brot des Lebens!‘“ Jetzt ging es um Befreiung, um Erlösung. Denn: „Nicht das Kreuz hat das letzte Wort, sondern die Liebe, die den Tod überwindet.“

Dennoch sei es auch wichtig, die Passionsgeschichte zu erzählen. Das sei Käßmann bei einer Talkshow bewusst geworden, bei der die Moderatorin Nina Ruge ihre neue Kinderbibel vorgestellt habe – in der die Passion ausgelassen wird. „Sie meinte, das sei zu grausam für Kinder“, berichtet Käßmann. „Das sagt viel über unsere Zeit“, findet sie, „alles soll weichgespült werden. Im Vordergrund soll der Schein und Glamour von ,Bunte‘ und ,Gala‘ stehen.“ Doch Kinder wüssten sehr wohl, dass es Angst, Hunger, Krieg und Leid gebe – „und davor können wir sie nicht schützen“. Wir könnten ihnen aber „von Jesus erzählen, der all das verstanden hat, den die Liebe Gottes aber durch das Leid und den Tod hindurch getragen hat“. Darin liege die Stärke des Glaubens an Jesu Christi. „Wer an ihn glaubt, erhält die Kraft, auch die wüsten Zeiten des Lebens durchzustehen.“
 
Predigt von Margot Käßmann

Quelle: Prof. Dr. Margot Käßmann

 

Quelle: Markus Nierth
Gottesdienst mit Luther-Preisträger 

Sonntag, 25.3.2018, 11 Uhr, Heiliggeistkirche

Kooperation mit dem Kulturamt

Predigt: Markus Nierth, Bürgermeister a.D. und Luther-Preisträger
 
Im Rahmen des Jahresthemas "500 Jahre Heidelberger Disputation" hielt Markus Nierth, Theologe, Bürgermeister a.D. und Luther-Preisträger "Das unerschrockene Wort" die Predigt zum Thema "Kreuznachfolge". Luther entfaltete bei der Heidelberger Disputation seine Kreuzestheologie.
Nierth erlangte im Zusammenhang mit den Konflikten um eine Flüchtlingsunterkunft in Tröglitz überregionale Bekanntheit und wurde 2017 mit dem Luther-Preis ausgezeichnet.
 

Getanzte Passion – Ökumenischer Flamenco-Gottesdienst
Quelle: Pfarrer Dr. Vincenzo Petracca/Citykirche Heiliggeist

Samstag, 24.3.2018, 19 Uhr, Jesuitenkirche

Kooperation mit der Citypastoral Jesuiten
 
In der Heidelberger Disputation rückte Luther die Theologie des Kreuzes in die Mitte der Theologie. Das Thema „Kreuz“ wurde im ökumenischen Flamenco-Gottesdienst in der vollbesetzten Jesuitenkirche choreografisch umgesetzt.
Das Leiden Jesu wurde gelesen nach dem Evangelist Lukas und in der Ausdrucksform des Flamenco aufgeführt von der Mannheimer Flamenco-Tänzerin Cristina West und ihrem Kreis. Schwere und Ernsthaftigkeit des Flamencos wechselten sich ab mit der explosiven Wucht dieser Tanzform. Musik und Bewegung schwankten zwischen Wehklage, Verzweiflung und Hoffnung.
  

Quelle: Citykirche Heiliggeist
TANZNACHT mit DJ Pfarrer

Samstag, 27. Januar 2018 um 20 Uhr im Gemeindehaus an der Friedenskirche

In Kooperation mit der Friedensgemeinde
 
Zum Jahresauftakt luden die Citykirche und die Friedensgemeinde zur traditionellen Tanznacht ein.
DJ Pfarrer Vincenzo Petracca legte auf:
Die besten Hits aus den 80er und 90er Jahren und Latin.
Näheres
 

Quelle: Gabi Dietz-Wölfer
Gut zu sein und doch zu leben - Theater-Gottesdienst zu "Der gute Mensch von Sezuan"

Sonntag, 21. Januar 2018, 11 Uhr, Heiliggeistkirche

In Kooperation mit dem Theater der Stadt Heidelberg
 
Gestaltung:
Citypfarrer Vincenzo Petracca
Leitende Dramaturgin Sonja Winkel
KünstlerInnen des Theaters: Alina Müller, Benedict Fellmer
  
Bertolt Brechts Der gute Mensch von Sezuan bildete den Ausgangspunkt für den Gottesdienst am 21. Januar. Brechts Frage, ob der Mensch gut sein kann, wurde mit Luthers Aussagen hierzu bei der Heidelberger Disputation ins Gespräch gebracht. Im Anschluss an den Gottesdienst war Gelegenheit, gemeinsam mit den Theaterleuten und dem Pfarrer zu diskutieren.
 

Quelle: Katrin Unger
CityGottesdienst Xmas Special: Christnacht im Betriebswerk

Heilig Abend 2017, 22.30 Uhr, Am Bahnbetriebswerk

 
Der erste Heilige Abend fand an einem ungewöhnlichen Ort statt, und daher luden die Citykirche und die Citypastoral in diesem Jahr zu einer Ökumenischen Christnacht an einem ungewöhnlichen Ort ein: ins alte Bahnbetriebswerk, neben dem Tankturm.
Der nächtlichen Einladung draußen vor die Stadt folgten so viele, dass noch Stühle gestellt werden mussten.
 
Es ein sehr stimmungsvoller Ausklang des Heiligen Abends, voller Licht, Kunst, Musik und Inszenierung der Weihnachtsbotschaft mit Stallgeruch. 
  

Konzertlesung "Ich möchte den Himmel mit Händen fassen" - Hommage an Selma Merbaum

Freitag, 15.12.2017, 19.30 Uhr, Heiliggeistkirche

Ein Beitrag zur UNESCO City of Literature, in Kooperation mit dem Hermann-Maas-Freundeskreis

Quelle: http://marion-tauschwitz.de/
Marion Tauschwitz, Autorin einer Biografin über Selma Merbaum, erinnerte an den 75. Todestag der so jung umgekommenen Dichterin (16. Dezember 1942 im Zwangsarbeitslager Michailowka in der Ukraine) mit Lesung ihrer Gedichte und Szenen aus ihrem kurzen, tapferen Leben.  

PINK MONDAY

Quelle: Citykirche Heiliggeist
Montag, den 4. Dezember 2017, Heiliggeistkirche

 
In diesem Jahr wurde die Heiliggeistkirche aus Solidarität mit Aidskranken nicht nur von außen in Pink beleuchtet, sondern auch innen illuminiert.
 18-18.30 Uhr: Adventsandacht zum Pink Monday
ab 18.30 Uhr: Abendöffnung der Kirche
19.30 Uhr: Orgelkonzert
Eintritt war frei, als Spenden für die Aids-Hilfe Heidelberg kamen über 100.- zusammen.
 

Luther – Stummfilm mit Livemusik

Quelle: Citykirche Heiliggeist
Dienstag, 28. November 2017, 19 Uhr, Heiliggeistkirche

  
LUTHER
Deutschland 1927 | Regie: Hans Kyser | 123 min.

Ziemlich genau 90 Jahre nach seiner Premiere ist der kontrovers diskutierte Film 2017 aufwendig rekonstruiert worden und wurde nun erstmals unzensiert in Heidelberg gezeigt. Durch die Restaurierung sind insbesondere Licht-Schatten-Wirkungen erstmalig wieder voll erlebbar. 
Organist war an diesem Abend der vielfach ausgezeichntete Chorleiter und Komponist Jan Wilke. Elektronische Instrumente bedient Produzent und DJ Tobias Breier.
 
Ein Beitrag zur UNESCO City of Literature
Kooperation mit dem Kulturamt und dem Medienforum (Karlstorkino)
 

500 Jahre Reformation: Wenn Mauern in Köpfen und Kirchen fallen

Dienstag, 31. Oktober 2017, 18 Uhr, Heiliggeistkirche

 
Quelle: ekihd
Mit einem symbolischen "Mauerfall" und anschließendem ökumenischen Gottesdienst feierten am 31. Oktober rund 1200 Christen in der Heiliggeistkirche ein alle Sinne berührendes und berauschendes Reformationsfest. In einer Tanz-, Video- und Lichtperformance des Heidelberger UnterwegsTheaters in Zusammenarbeit mit dem Tübinger Künstler-Duo Casa Magica und dem Frankfurter Lichtkünstler Norbert Mohr wurde der Einsturz der Mauer in der Heiliggeistkirche szenisch umgesetzt. Diese trennte bis 1936 katholische und evangelische Gottesdienstbesucher voneinander. Dadurch konnte die befreiende Botschaft der Reformation von den Gottesdienstbesuchern nicht nur in Worten, sondern auch in bewegten Bildern und Musik erfahren werden.
 
Quelle: Citykirche Heiliggeist
Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche sowie der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Heidelberg unterzeichneten an dem Abend eine zukunftsweisende ökumenische Vereinbarung. In dieser setzen sich alle beteiligten Kirchen u. a. für die volle Abendmahlsgemeinschaft der Mitgliedskirchen der ACK ein und erkennen einander als Kirche Jesu Christi mit den jeweiligen Amtsträgerinnen und Amtsträgern an. Damit untermauerten sie verbindlich und öffentlich ihre großen Schritte aufeinander zu.
(Karin Wilke)

Quelle: Citykirche
2. Kneipen-Gottesdienst - Luther aufs Maul geschaut

Freitag, 6. Oktober 2017, 20 Uhr, Im „Güldenen Schaf“

 
Musik: Projektband Heiliggeist
Gestaltung: Pfarrer Vincenzo Petracca und Team
Ort: Kneipe „Zum Güldenen Schaf“, Hauptstr. 115, 69117 Heidelberg
 

 Ministerin Theresia Bauer predigte in der Heiliggeistkirche

Sonntag, 23. Juli 2017, 11 Uhr, Heiliggeistkirche

 
Quelle: Karin Wilke
Am Sonntag, den 23. Juli 2017, predigte im Rahmen der Bachwoche in der Heidelberger Heiliggeistkirche Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, zum Thema "Was erwarte ich von einer protestantischen Kirche".
Engagiert stellte sie sich im Predigtnachgespräch den Fragen der Gemeinde.
 
 

Theatergottesdienst: Der blaue Würfel

Quelle: Dr. Manfred Schneider (bearbeitet Vincenzo Petracca)
Pfingstsonntag, 4.6.2017, 11 Uhr, Heiliggeistkirche

Kooperation mit dem Theater der Stadt Heidelberg

Der Theatergottesdienst, den Pfarrerin Sigrid Zweygart-Perez gestaltete, drehte sich um das Stück "Der blaue Würfel", das im Stadttheater läuft. Vom Theater gestalteten die Schauspielenden Sheila Eckardt, Andreas Uhse und Marco Albrecht sowie der Dramaturg Jügen Popig den Gottesdienst mit.
 
 

„Wir feiern die ganze Nacht, die ganze Nacht!“ – 250 Jugendliche tanzten in der Heiliggeistkirche

Freitag, 26.5.2017, 20.30 Uhr, Heiliggeistkirche

In Kooperation mit der Tanzschule Nuzinger 
 
Quelle: Vincenzo Petracca
Touristen und Fußgänger staunten am Freitagabend nicht schlecht, als ca. 100 Jugendliche im Partyoutfit vor der Heiliggeistkirche Schlange standen und auf den Einlass warteten. Die Citykirche Heidelberg unter der Leitung von Pfarrer Vincenzo Petracca stellte in Kooperation mit der Tanzschule Nuzinger im Rahmen des Reformationsjubiläums eine besondere Tanzparty in der Kirche auf die Beine.

Nachdem die jungen Tänzer aus Gemeinden und der Tanzschule zunächst Gelegenheit hatten, in der doch für die meisten ungewohnten Location anzukommen, kam sehr schnell eine lockere und energiegeladene Stimmung auf. Schon vor der offiziellen Begrüßung tanzten einige im Mittelschiff klassische Tänze wie Cha-Cha-Cha und Disco Fox. „Überrascht hat mich, dass Partytänze solchen Kultstatus haben! Da habe ich den Macarena gleich in erster Reihe mitgetanzt!“ so Petracca. Zahlreiche Touristen beobachteten das ungewöhnliche Treiben in der Kirche von der Glastür aus.

Quelle: www.nuzinger.de
Zum Schluss gab es ein Selfie mit unserem Playmo-Luther!
Auch für das Nuzinger Team war diese Fete eine Neuheit. „Für uns ist Vincenzo Petracca der coolste Pfarrer, der dieses Event für alle erst möglich gemacht hat!“ betont Tanzlehrer Johannes Scheurig. "Warum tanzen in der Kirche? Tanzen ist eine Art das Leben zu feiern, das der Schöpfer geschenkt hat, und hat daher viel mit Gott zu tun", erklärt Petracca. Klar, dass dieser beim flotten Discofox zum Hit „Sing Hallelujah“ besonders strahlte.
 
Mit einem Grinsen in vielen Gesichtern ging die außergewöhnliche Tanzpartyparty gegen Mitternacht zu Ende. Eine Jugendliche aus der Jugendkantorei Heiliggeist stellte begeistert fest: "So viele Jugendliche habe ich noch nie in einer Kirche gesehen." Nach viel positiver Resonanz ist eine Wiederholung, auch für Erwachsene, durchaus denkbar.
(Wiebke Schuppe)
 

Tanz-Gottesdienst "Luther in Latin-Takt"

Christi Himmelfahrt, 25.5.2017, 11.00 Uhr, Heiliggeistkirche

In Kooperation mit der Tanzschule Nuzinger 
 
Quelle: Loesien Handajanto
Einen heiteren und beschwingten Tanz-Gottesdienst feierte die Heiliggeistkirche gemäß dem Luther-Zitat: "Christen sind ein seliges Volk. Die können sich freuen im Herzen, können tanzen und springen und jubeln.“
Tradition traf dabei Innovation und Luthers Musik traf heiße Rhythmen aus Lateinamerika. Lutherlieder aus dem Gesangbuch hatte Kantor Christoph Andreas Schäfer mit Band im Latin-Groove arrangiert zum Singen und Tanzen.
 
Im Gottesdienst tanzten die Tanzlehrer Daria Bieniek und Johannes Scheurig von der Tanzschule Nuzinger zu "Ein Feste Burg" Rumba und zu "Vom Himmel hoch" Cha-Cha-Cha.
Aus einem derben mitteralterlichen Tanzlied formte Luther das weihnachtliche Kinderlied "Vom Himmel hoch“. Bei der Weihnachtsfeier im Hause Luther wurde dazu noch der ursprüngliche Ringeltanz getanzt.
Nach dem Gottesdienst tanzte die Gemeinde im Altarraum Cha-Cha-Cha, Rumba und Salsa.
 

Jazzgottesdienst "Ein feste Burg"

Martin Luthers Lieder frei interpretiert mit dem Christoph-Georgii-Trio feat. Tine Wiechmann

Sonntag, 14.5.2017, 11.00 Uhr, Heiliggeistkirche
 
Quelle: www.christoph-georgii.de
In diesem Konzertgottesdienst anlässlich des Reformationsjubiläums wurden Martin Luthers Lieder frei und jazzig interpretiert vom Christoph-Georgii-Trio feat. Tine Wiechmann.
Für Martin Luther war die Freiheit des Individuums zentral, entsprechend wandte er sich gegen die Bevormundung des Vatikans und berief sich auf die Gewissensfreiheit. Freiheit verstand er dabei in einem dialektischen Spannungsverhältnis, denn die Freiheit des Individuums findet ihre Schranke im Gemeinwohl aller, daher sollte man gleichzeitig der „dienstbare Knecht aller sein“, führt er in seiner Schrift „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ aus.
Dieses theologische Spannungsverhältnis wurde im Gottesdienst auf den Jazz übertragen: Der Jazz lebt von der Freiheit und der Improvisation des Künstlers. Zugleich „dient“ der Künstler aber der Band. Lutherische Freiheitslehre trifft Jazz – ein spannendes Projekt.
 

Kein Freibrief für Vollgas - „Motorrad-StartUp-Day“ von ADAC und MSC Kirchheim

Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung von Werner Popanda am 24. April 2017
Quelle: Citykirche
Was um die letzte Jahrtausendwende als reines Sommerfest des Motorsportclubs Kirchheims (MSC) begann, hat sich mittlerweile zu einem bedeutenden Anziehungspunkt für Motorrad- und Quadfahrer aus nah und fern entwickelt und nennt sich heute „Motorrad-StartUpDay“. Hierfür verantwortlich ist nicht zuletzt, dass im Rahmen dieses Festes auch ein Motorrad- und Quadslalom des ADAC Nordbaden durchgeführt wird. 

Mit dieser Konkurrenz mit von der Partie ist der ADAC Nordbaden laut dem Zweiten MSC-Vorsitzenden Wolfgang Weber seit fünf Jahren. Noch deutlich länger der Fall ist das beim Motorradgottesdienst von Vincenzo Petracca, früher Pfarrer der Kirchheimer Wicherngemeinde und jetzt Seelsorger der Evangelischen Citykirche. Diesmal gestaltete er den unter dem Leitgedanken der Biker-Hymne „Born to be wild“ stehenden Gottesdienst gemeinsam mit der Sängerin Tine Wiechmann und dem Keyboarder Johannes Weiß 

Unter anderem stellte Petracca die Frage, ob die Biker denn das „Born to be wild“-Gefühl gehabt hätten, als diese ihre Maschinen nach dem Winterschlaf wieder fit machten. Denn schließlich könne „im Zusammenspiel von Sonne, Wind und Maschine Freiheit erlebt werden“. Doch wüssten die Biker seiner Ansicht nach zugleich, wie gefährlich das Fahren ohne Karosserie und Airbag sei und wie hoch die Anforderungen beim Fahren mit einem Zweirad seien. 

Genau darum, nämlich um das Wohlergehen der Motorrad- und Quadpiloten geht es auch beim Motorrad- und Quadslalom des ADAC Nordbaden. Da man die Zeit, in der der Slalomkurs absolviert wird, misst, spielt die sportliche Konkurrenz durchaus eine nicht unerhebliche Rolle. Viel wichtiger ist für Hannes W. Peter, der im nordbadischen ADAC Ableger seit zwölf Jahren für die Quadund Motorradmeisterschaften verantwortlich zeichnet, jedoch die Sicherheit der Fahrer. 

„Jeder, der verunglückt“, lautet denn auch sein dies bezügliches Credo, „ist ein Verunglückter zuviel“. Daher gelte es jedes Jahr aufs Neue, die Fahrer über die vielen im alltäglichen Straßenverkehr lauernden Gefahren zu belehren. Hierzu allerbestens passte der Hinweis von Motorradfahrer Petracca, dass der Segen, den die Biker von ihm erhielten, natürlich „kein Freibrief für Vollgas- oder Höllenfahrten ist“.

Viel mehr gefragt seien die Einhaltung der Verkehrsordnung, der Promillegrenze und der Helmpflicht, eine angemessene Geschwindigkeit, weniger Power, die nötige Rücksicht und mehr Umsicht. Letzteres vor allem deshalb, weil der Biker „als der Schwächere die Fehler der anderen ausgleichen muss“. Und überhaupt, so Petraccas Mahnung und Aufforderung in Richtung der Biker, „macht der Himmel nicht alles, es liegt auch an Ihnen und an Ihrem Fahrstil!“
 

Der Eine und die Vielen - Heidelberger Frühling: Das Ensemble Voces8 und Stipendiaten mit Beitrag zum Reformationsjubiläum in der Heiliggeistkirche

Dienstag, 18. April 2017, Heiliggeistkirche

Eine Kooperation mit dem Heidelberger Frühling
 
Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung von Marie-Theres Justus am 20. April 2017
 
Mit dem Glauben ist das so eine Sache: Der Schritt von der privaten Überzeugung zur Mission ist ein kurzer. Millionenfach wurde Blut vergossen im Glauben an den Einen Gott. Dabei sind die verbindenden Elemente innerhalb der vielen Kirchen größer als die Trennenden. Allenthalben gedenkt man in diesem Jahr der Reformation. Der Beitrag des Heidelberger Frühling zu diesem Thema ging jedoch noch weiter, wurde doch die Versöhnung zwischen den verschiedenen Kirchen musikalisch zelebriert.
Quelle: Citykirche

„Im Osten und im Westen“ hieß das anspruchsvolle Programm des britischen Vokalensembles Voces8, das eigens für die Heiliggeistkirche konzipiert wurde, spiegelt sich doch in der Historie dieses Baus die wechselvolle Kirchengeschichte eindrücklich wider. Neben Werken für den katholischen und den protestantischen Gottesdienst brachten die acht Sängerinnen und Sänger auch Kompositionen der anglikanischen Kirche mit sowie zwei Gebetskompositionen von Sergej Rachmaninow als Beiträge aus dem Bereich der Ostkirche. Drei Vertonungen des Glaubensbekenntnisses – von Praetorius, Monteverdi und Rachmaninow – bildeten das musikalische Zentrum: das Einende in der Vielfalt.

Der gesamte Innenraum der Heiliggeistkirche wurde an diesem ungewöhnlichen Abend einbezogen. In einer großen Ellipse um den freien Innenraum im Langhaus sitzend, wurde das Publi kum ausdrücklich aufgefordert, sich den Sängern anzuschließen und den unteren Kirchenraum zu durchwandern.

So erklangen die einzelnen Werke an unterschiedlichen Orten vom Altarraum bis hin zu den Emporen. Nicht jeder neue akustische Aspekt konnte dabei rundweg überzeugen. Zum Beispiel tat der halligste Aufführungsort den Bachschen Koloraturen und der stringenten Polyphonie in der Motette „Singet dem Herrn“ nicht gut. Anderes wiederum – wie das Rachmaninowsche „Ave Maria“ an der einzigen Mariendarstellung im Kirchenraum – war tief ergreifend.

Vier Interludien des jungen kanadischen Komponisten „Frühlings“-Stipendiaten Thierry Tidrow wurden für dieses einzigartige Konzert in Auftrag gegeben und erklangen zwischen den Programmteilen als Uraufführungen. Han Kim (Klarinette und Bassklarinette), Alexej Gerassimez mit vielseitiger und hochkomplexer Percussion sowie Hiyoli Togawa (Viola) interpretierten mit Können und echter Hingabe die anspruchsvollen Partituren, die einzelne Elemente der Vokalwerke aufnahmen, verfremdeten, zerrieben und neu zusammensetzten. So spielte Tidrow mit der Organaltechnik und modalen Versatzstücken ebenso wie mit einer ausgefeilten Kontrapunktik auf eine Purcellsche Liedzeile

Das die Kirchen verbindende Element des Lichtes wurde wirkungsvoll in Szene gesetzt mit diversen blauen und gelborangen Scheinwerfern, die einer wohlüberlegten Lichtregie folgten.
 

„Aufs Maul geschaut. Mit Luther in die Welt der Wörter“ – Interaktive Ausstellung zum 500. Reformationsjubiläum in der Heiliggeistkirche eröffnet

Quelle: studio pw.
Installation „Alles hat seine Zeit“ mit Texten von Ellen Wesemüller. Die Wendung „Alles hat seine Zeit“ ist auf das Prediger-Buch der Bibel zurückzuführen. Das indogermanische Verb, von dem sich das Wort „Zeit“ herleitet, bedeutet „zerteilen“ oder „zerreißen“. In der Ausstellung „Aufs Maul geschaut. Mit Luther in die Welt der Wörter“ können sich die Besucher Textfragmente, verfasst von der Schriftstellerin Ellen Wesemüller, von einem Block reißen.
Die UNESCO City of Literature Heidelberg eröffnete am 24.2. in Kooperation mit der Citykirche Heiliggeist Sprachschöpfungen Martin Luthers in der Ausstellung „Aufs Maul geschaut . Mit Luther in die Welt der Wörter“. Vom 25. Februar bis 26. März 2017 ist die Ausstellung in der Heidelberger Heiliggeistkirche zu sehen.

„In unserer heutigen Zeit ist es nötig, die biblischen und auch die politischen Botschaften in ihrer großen Komplexität ernst zu nehmen. Sie verständlich, aber nicht vereinfacht oder gar verfälscht aufzunehmen und wiederzugeben. In dieser Verantwortung steht für mich das Erbe der Reformation in Bezug auf das Thema Sprache“, erklärt Dekanin Marlene Schwöbel-Hug in ihrem Grußwort zur Eröffnung der Ausstellung. Aber sie warnt auch vor der Macht von Sprache, wenn sie missbräuchlich verwendet wird: „Dem Volk aufs Maul schauen – ja, wenn es darum geht, komplizierte Zusammenhänge einfach darzustellen. Nein, wenn komplexe Zusammenhänge verkürzt und dadurch sinnentfremdet werden.“

Quelle: Vincenzo Petracca
Licht-Installation zum Thema "Arbeit" im Altarraum - Pfr. Maas kam ins Arbeitslager, da er von der Kanzel gegen den Nationalsozialismus predigte und Juden vor der Vernichtung rettete
„Auf unserem Altar steht eine Lutherbibel. Die Installationen haben wir daher ins Zentrum unseres Gotteshauses genommen, sogar in den Altarraum“, erläutert Citykirchenpfarrer Vincenzo Petracca die ungewöhnlichen Kunstobjekte in der Kirche. „Einen Monat lang werden wir um und mit den Installationen über Luthers biblische Redewendungen Abendmahl feiern. So wird sichtbar werden: Wir Evangelische leben vom Wort, wir machen Kunst auf Augenhöhe erfahrbar.“
 

Tanzgottesdienst "Khôra" mit Nanine Linning

Quelle: Karin Wilke
Sonntag, 19. Februar 2017, Heiliggeistkirche

 
Über 500 Personen besuchten den Tanzgottesdienst in Kooperation mit der Nanine Linning Dance Company des Stadttheaters Heidelberg  in der brechend vollen Heiliggeistkirche.
In der Rhein-Neckar-Zeitung stand "beim Tanz-Gottesdienst mit den Tänzen aus Nanine Linnings Choreographie 'Khôra' entstand in dem hohen Kirchenschiff ein fast magisches Miteinander zwischen Dekanin Marlene-Schwöbel-Hug, Citypfarrer Vincenzo Petracca, den Tänzern und den Besuchern - ein besonderes Geschenk zum 500-Jahr-Jubiläum der Reformation."
 

Bürgermeister, prominente und ehrenamtliche Heidelberger servierten Menschen mit wenig Geld ein Festessen

Mittwoch, 15. Februar 2017

Quelle: Karin Wilke

 
Viele Besucher, die heute die Heiliggeistkirche in Heidelberg besichtigen wollten, staunten nicht schlecht, denn das Gotteshaus war reserviert für einen ganz besonderen Anlass. Erstmals lud an diesem Tag die Evangelische Kirche in Heidelberg sozial schwache und ausgegrenzte Menschen zu einem Drei-Gänge-Menü in die festlich eingedeckte Kirche ein, über 150 Gäste aus Heidelberg und Umgebung sind dieser Einladung zur „Tafel-Runde“ gefolgt. Musikalisch umrahmt wurde das Essen von einem Faschingskonzert des Heiliggeistkantors Christoph Andreas Schäfer und seiner Frau Bettina Wunsch. Einen geistlichen Impuls zum reformatorischen Hintergrund gab Prof. Johannes Eurich, Leiter des Diakoniewissenschaftlichen Instituts der Uni Heidelberg.
 

Quelle: Karin Wilke

Bedient wurden die Gäste von außergewöhnlichem „Servicepersonal“: Neben Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner, seinen beiden Amtskollegen Wolfgang Erichson und Dr. Joachim Gerner sowie den Dekanen der beiden Kirchen servierten viele weitere prominente und ehrenamtliche Helfer aus der Stadt und den Gemeinden. „Ich fühle mich wie auf einem großen Familienfest“, beschreibt der Oberbürgermeister die heitere Stimmung in der gefüllten Kirche. „Man fühlt sich wohl und gut aufgehoben, in netter Gesellschaft“, fährt er mit einem Blick auf seine Tischnachbarn fort. Diese sind positiv überrascht von ihrer prominenten Bedienung: „Wann hat man schon mal die Gelegenheit, den Oberbürgermeister persönlich kennenzulernen?“, freut sich ein aus Mannheim angereister Gast. Seine Tischnachbarin aus Leimen ist rundum zufrieden: „Das Essen schmeckt wunderbar und das Schönste daran ist, dass heute einmal wir bedient werden!“
 (Karin Wilke)
 

TANZNACHT mit DJ Pfarrer

Quelle: Heidi Ries
Samstag, 28. Januar 2017

 
Kooperation mit der Friedensgemeinde in Heidelberg-Handschuhsheim
 
Bei der Tanznacht zum Jahresauftakt im Gemeindehaus an der Friedenskirche legte DJ Pfarrer auf: Die besten Hits aus den 80er und 90er Jahren und Latin Standards.
Eintritt war frei. Für Speisen und Getränke war gesorgt.
 

Jazz-Gottesdienst mit Weihnachtsliedern zum Mitsingen

Montag, 26. Dezember 2016, 11 Uhr, Providenzkirche

 
Im Jazz-Gottesdienst am 2. Weihnachtstag spielte das Modern Jazz Quintett "2nd Circle" in der vollen Providenzkirche bekannte kirchliche Weihnachtslieder zu jazziger Musik zum Mitsingen.
Quelle: Christoph Schäfer
Band: 2nd Circle
„2nd Circle“ sind:
Thomas Jehle (Gitarre)
Peter Laux (Schlagzeug)
Walter Sielski (Trompete, Flügelhorn)
Knut Rössler (Tenorsaxophon)
Mario Fadani (Bass)
 

Misa Criolla

Sonntag, 4.12.2016, 11 Uhr, Heiliggeistkirche

 
Quelle: Kantorat Heiliggeist
Den Abschluss des Jahresthemas "Die Eine Welt" bildete der argentinische Adventsgottesdienst mit Auszügen aus "Misa Criolla" und "Navidad Neustra". „Misa Criolla“ und „Navidad Nuestra“ sind die bekanntesten Stücke des argentinischen Komponisten Ariel Ramirez. Es handelt sich um eine Messe und eine Weihnachtskantate im Stil südamerikanischer Tanzmusik. Die beiden Kompositionen gehören zu den bedeutendsten und populärsten Stücken dieser Musik im christlichen Kontext. 
 

Zu wenig Liebe und zu viel Wirtschaft – Europäische Songwriter zeigten ihre eigene Sicht auf das Thema „Freiheit“

Freitag, 28.10.2016, 20 Uhr, Lutherkirche

Veranstalter: Schuldekanat und Citykirche
 
Quelle: Karin Wilke
Was die Zuhörer an diesem Abend von acht jungen Songwritern aus Deutschland, Frankreich, England und Italien zum Thema „geliebte Freiheit“ zu hören bekamen, war stimm- und wortgewaltige Musik vom Feinsten. In ihren Songs thematisierten sie Enge und Tempo unseres Alltages, die Übermacht der Wirtschaft, die in alle Bereiche unseres Lebens hineinreicht, zu wenig menschliche Nähe und die nie versiegende Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit. Ihre eigenen Kompositionen brachten sie auf ihrer Tournee durch Straßburg, Heidelberg und Bruchsal nun erstmals auf die Bühne. Das aktuelle Thema „Geliebte Freiheit – Liberté mon amour – Beloved Freedom!“ verbindet unter anderem das 500. Reformationsjahr mit frischen Popsongs.
(Karin Wilke)

Jetzt mal „Luther bei die Fische“ - Bei einem Poetry Slam in der Heiliggeistkirche drehte sich alles um den großen Reformator

Mittwoch, 26.10.2016, 20 Uhr, Heiliggeistkirche

Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung von Arndt Krödel am 3. November 2016
 
Quelle: http://dai-heidelberg.de
Klatschen, pfeifen, johlen in der ehrwürdigen Heiliggeistkirche, nach ziemlich profanen Textvorträgen, in denen es ganz schön zur Sache geht? Martin Luther macht’s möglich. Seine im Kontext der Bibelübersetzung gebrauchte – im besten Sinne des Wortes populistische – Formel, man müsse dem Volk „aufs Maul schauen“, um verstanden zu werden, wurde zum Thema eines Poetry Slams in Heidelbergs größter Kirche, in der sich der Reformator vor 500 Jahren persönlich aufgehalten hat. Für Pfarrer Vincenzo Petracca von der Citykirche Heiliggeist, die den Abend gemeinsam mit dem Deutsch-Amerikanischen Institut (DAI) veranstaltete, gab es deshalb keine Bedenken, auch einen mit Showelementen arbeitenden Textwettstreit im sakralen Raum stattfinden zu lassen. Es ist Reformationsjubiläum – und das lässt sich auch mit ungewöhnlichen Programmen feiern, wenn Luther inhaltlicher Dreh- und Angelpunkt ist.
 
„Luther wäre ein guter Slammer gewesen“, glaubt Petracca. Schließlich habe er die deutsche Sprache geprägt wie kein Zweiter. Dem konnte Moderator Philipp Herold, selbst Slam-Poet, mit stilistischen Beispielen nur beipflichten: Worte wie „Feuertaufe“ oder „Machtwort“, dazu Redewendungen wie „die Zähne zusammenbeißen“ stammen schließlich von dem Reformator. Sechs der bekanntesten deutschsprachigen Poetry Slammer stellten sich dem Luther-Slam in der etwa zur Hälfte gefüllten Heiliggeistkirche. Johannes Berger aus Hannover machte den Anfang, ein deftig-witziger Einstieg ins Thema mit dem Luther zugeschriebenen Tischspruch „Warum rülpset und furzet ihr nicht? Hat es euch nicht geschmecket?“. Das fragt die Oma in die Familienrunde und löst eine Diskussion über die Freiheit der Rede aus, im Laufe derer der Großvater einen seiner Enkel – der den Reformator als Antisemiten bezeichnet – ermahnt, er solle doch „Luther bei die Fische geben“, sprich das Maul gegen die heutigen Antisemiten und Rassisten aufmachen.
 
Seine Mitstreiterin Adina Wilcke aus Wien beleuchtete in ihrem Text die Sprache aus einem ganz anderen Blickwinkel: Sie wartet darauf, dass der andere endlich mal auf den Punkt kommt, den er eigentlich meint. Da sei Nonverbalität doch oft viel tiefer und weitergehender, „als uns die Sprache zu verstehen gibt“.
 
Sie „beneide und respektiere ihn wegen seines Mutes“, auch wenn er kein Vorbild für sie sei, sagt die Slammerin Zoe Hagen aus Berlin über Luther: Ein Bericht über Schulmobbing wegen ihrer dunklen Haut und ihres Körpergewichts, der aber auch einen Selbstfindungsprozess einschließt – sie lernt, sich selbst zu schätzen. Bleu Broode
Quelle: Pfarrer Dr. Vincenzo Petracca/Citykirche Heiliggeist
Sieger des Lutherslam: Bleu Broode
aus Leipzig gefiel durch einen mit witzigen Wortspielereien gespickten Beitrag, in dem es um Protest gegen Konventionen – Zum Beispiel: beim Abwischen das Papier knüllen statt zu falten – und die Berufswahl nach einem Abitur ausgerechnet in Bremen geht. Er weiß, was das Wichtigste an sich ist: „Hauptsache, die Haare liegen.“
 
Für den verhinderten Andy Strauß sprang Bo Wimmer aus Marburg ein, der seinen nächtlichen Papst-Traum zum Besten gab – „den hätte Luther so oder anders haben können“. Plötzlich änderte sich die Welt, jeder Christ gab 20 Prozent seines Einkommens den Armen – und die Bettler tanzten. Cool eigentlich, „nur Gott fand mich doof“. Nach Ende des Traums wusste er nicht mehr, was er glauben sollte. Die erste Runde beschloss Paul Weigl aus Berlin, der sich mit reicher Fantasie dem Thesenanschlag Luthers in Wittenberg widmete. Schließlich erreichten – nach der Lautstärke des Applauses des Publikums gewertet – Johannes Berger, Bleu Broode und Bo Wimmer das Finale, aus dem Broode mit einer ironischen Geschichte über ein Erstsemestertreffen von Theologiestudenten als Sieger hervorging.
 

Die Symmetrie als Universalsprache - Transkulturelles Kunstprojekt von Cemile Camci

14. bis 29. Oktober 2016, Heiliggeistkirche

 
Quelle: Cemile Camci
Die transkulturelle Ausstellung der Heidelberger Künstlerin Cemile Camci in der Heiliggeistkirche ist Teil einer Wanderausstellung von September 2016 bis Januar 2017 in Kirchen, Synagogen, Moscheen und Tempeln im Rhein-Neckar-Kreis.
 

Citykirche Rock'n'Pop: "Heal the world" - Gottesdienst mit Kult-Hits zum Mitsingen von Abba bis Michael Jackson

Sonntag, 9. Oktober 2016, Heiliggeistkirche, 11 Uhr

 
Aus dem Experiment des Beatles-Gottesdienstes ist eine Reihe geworden: Citykirche Rock'n'Pop. Entsprechend dem Jahresthema der Citykirche "Die Eine Welt" war das Thema des Gottesdienstes "Heal the world". Rund 250 Personen kamen zum 1. Rock'n'Pop-Gottesdienst zum Mitsingen. Die Atmosphäre war unbeschwert, die Kirche voll, die Liedblätter reichten nicht.
 
Quelle: Kay Lietz
Songliste zum Mitsingen:
Meat Loaf- Heaven can wait
ABBA – Money Money
Elvis Presley – In the Ghetto
Genesis – Land of confusion
Scorpions – Wind of change
Michael Jackson – Heal the world
Bon Jovi – Living on a prayer
Die Jugendkantorei sang als Liedvortrag: God help the outcats.
 

Rafik Schami „Mein Großvater und ich“

16. September 2016, Providenzkirche, 19.30 Uhr

Kooperation mit dem Weltladen
 
Quelle: Lebenshilfe Heidelberg
Rafik Schami lud in der ausverkauften Providenzkirche ein zu einer Reise durch seine Bücher unter dem Titel: „Mein Großvater und ich“. Anlass war das 40-jährige Jubiläum des Weltladens in der Heidelberger Altstadt.
Der Erlös des Abends für den Verein Schams e.V. zur Unterstützung syrischer Flüchtlingskinder war stolz: 4755.-
 
Schamis Bücher erschienen in 29 Sprachen und wurden mit vielen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Hermann-Hesse-Preis, dem Chamisso-Preis, dem Nelly-Sachs-Preis und dem Preis gegen das Vergessen und für Demokratie. Seit 2002 ist Rafik Schami Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

Citykirche im Gespräch: Integrations-Bürgermeister Wolfgang Erichson predigte

Quelle: Stadt Heidelberg
Sonntag, 7. August 2016, 11 Uhr, Heiliggeistkirche

 
Der Integrations-Bürgermeister Wolfgang Erichson predigte in der Heiliggeistkirche zum Thema „Chancen und Grenzen des interreligiösen Dialogs in Heidelberg“.
 
Musikalisch wird das Pop-Duo Enaim (Christoph Georgii- Piano, Tine Wiechmann - Vocals), liturgisch Vincenzo Petracca den Gottesdienst gestalten.
 

Quelle: Citykirche
1. Kneipen-Gottesdienst: Witzgottesdienst

Quelle: Gabi Dietz-Wölfer
Freitag, 22 Juli 2016, 20 Uhr

 
Musik: Live-Band „Cana Wine“ (Tine Wiechmann- Vocals, Christoph Schäfer - Keyboard)
Gestaltung: Pfarrer Vincenzo Petracca, Alois Hund, Gertrud Kalweit, Angelika Böhm und Hans-Joachim Wölfer
Ort: Kneipe „Zum Güldenen Schaf“, Hauptstr. 115, 69117 Heidelberg

Fußball und Religion - Fußball-Gottesdienst

Quelle: Citykirche
Sonntag, 10. Juli 2016, 11 Uhr, Heiliggeistkirche

 
CityGottesdienst zum Thema "Fußball und Religion"
am Tag des Endspiels der Europameisterschaft
 
Musik: Beetween the Times
Ansprache: Vincenzo Petracca
 
 

80 Jahre Mauerfall in der Heiliggeistkirche

Freitag, 24. Juni 2016, Heiliggeistkirche

 
Quelle: Citykirche
Über zweihundert Jahre war die Heiliggeitskirche durch die Mauer in einen katholischen und einen evangelischen Kirchenraum gespalten. Erst am 24. Juni 1936 fiel diese Trennmauer unter Pfarrer Hermann Maas. Dieser Tag war auch nach 80 Jahren für die Gemeinden der Heidelberger Altstadt Grund zum Gedenken und zur ökumenischen Feier zugleich. Wir gedachten zunächst mit der Veranstaltung „Mauerfall – ein symbolischer Akt mit Gegenwartsbedeutung“ an den Mauerfall 1936 in der Heiliggeistkirche. In anschließenden ökumenischen Gottesdienst begingen wir den Fall der spaltenden Mauer und die heutige Verbundenheit der Konfessionen. Die Festpredigt hielt der altkatholische Pfarrer Bernd Panizzi, musikalisch spielte der Posaunenchor Heiliggeist und die Band „Between the times“. Zum Abschluss feierten wir mit der Swing-Musik der 30er Jahre im Hof des Schmitthennerhauses mit dem „Cool Cats“ Orchestra. 
 

Turm-Konzert zur Schloss-Beleuchtung

Samstag, 4. Juni 2016, Heiliggeistkirche

 
Quelle: www.keskin-arts.com
 
Zur 1. Schloss-Beleuchtung gab es ein magisches Turm-Konzert von Carsten Polenz über den nächtlichen Dächern Heidelbergs, das in das Feuerwerk mündete.
Mark Twain schrieb 1878 über die Heidelberger Schloss-Beleuchtung: "Mit atemberaubender Plötzlichkeit schossen eine Handvoll buntfarbiger Raketen inmitten eines Donnergeheuls aus den schwarzen Schlünden der Schlosstürme. Gleichzeitig zeichnete sich jede Einzelheit der gewaltigen Ruine gegen den Berg ab. Immer wieder schossen aus den Türmen dicke Bündel von Raketen in die Nacht, und der Himmel erstrahlte im Licht leuchtender Pfeile".
 

Theatergottesdienst - Der Fliegende Holländer

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Der_fliegende_Holl%C3%A4nder
22. Mai 2016, 11 Uhr, Heiliggeistkirche

In Kooperation mit dem Theater der Stadt Heidelberg 
 
Der Fliegende Holländer - Theatergottesdienst zur romantischen Oper von Richard Wagner
Ansprache: Dekanin Dr. Marlene Schwöbel-Hug

Argentinische Nacht mit Tangoball

Freitag, 06. Mai 2016, Heiliggeistkirche

Die Tangonacht war eine Kooperation mit Tangodeseos
 
Quelle: Gülay Keskin
 
Eine "Argentinische Nacht" in der Heiliggeistkirche - das bedeutete Musik, Tanz, Tango, Begegnung, Kultur, Empanadas und Wein! Der Abend begann um 20.30 Uhr mit einem Konzert der Gruppe "Finisterre Tango" aus Buenos Aires. Sechs junge Musiker spielten traditionelle Tangos und Eigenkompositionen als Quintett mit Sänger. 180 ZuhörerInnen lauschten den begnadeten Musikern ergriffen. Diese ihrerseits spielten zum ersten Mal in einer Kirche und fühlten sich "blessed". Nach den Zugaben folgte ein Tangoball in der in rot getauchten, großen gotischen Kirche mit DJane Soledad Nani aus Buenos Aires im Wechsel mit der Band. Der Erlös ging an das Flüchtlingsprojekt "WOHIN, WOHIN" und die Flüchtlingsarbeit in Heidelberg.
Die argentinische Nacht war der Abschluss der "Tanz in den Mai"-Trias mit einer Tanzperformance, einem Walzer-Gottesdienst und der Tangonacht.
 

Walzer-Gottesdienst zum Mittanzen

Christi Himmelfahrt, 5. Mai 2016, 11 Uhr, Heiliggeistkirche

 
Quelle: Citykirche
An Christi Himmelfahrt wurde Walzer im Gottesdienst getanzt. Es spielte ein Salonorchester auf mit Geigen, Cello, Kontrabass, Klarinette, Schlagzeug und Klavier unter der Leitung von Christoph Schäfer: Alles Walzer!
Judith Hoehling und Ralf Bernhard tanzten Langsamen, Cross Step und Wiener Walzer, Ina Bratherig und Soledad Nani ergänzten mit sinnlichem Tangovals.
Am Ende des Gottesdienst drehte sich die Gemeinde, bereichert um hereinströmende Touristen, selbst im festlichen Ambiente der gotischen Kirche zum Walzertakt.

Flüchtlingsausstellung WOHIN, WOHIN von Hadmut Bittiger

Ausstellung in der Heiliggeistkirche 1. bis 29. Mai 2016, Vernissage 1. Mai

 
Quelle: Udo Lahm
Die Vernissage wurde von der Berliner Künstlerin Hadmut Bittiger und der syrische Performance-Tanzgruppe Gafrana, die aus Geflüchteten besteht, gestaltet. Hadmut Bittiger arbeitete über mehrere Monate mit Flüchtlingen in der Moabiter Notunterkunft. Dabei galt ihr Interesse der Frage, welchen Wunsch ein Mensch hegt, der aus seinem Land fliehen muss, beschwerlich unterwegs ist und sich einer ungewissen Zukunft entgegen sieht. Sie bat die Flüchtlinge einen Wunsch zu zeichnen.Es entstanden Bilder der Sehnsucht nach der verlorenen Heimat. Das bemalte Blatt wurde anschließend in japanischer Origami-Technik zu einem Kranich gefaltet. Dieses Papierobjekt, über 700 Exemplare, steckte sie auf hohe, nagelgleiche Federstähle, die sich bei der kleinesten Bewegung der Luft wiegen – als flögen die Papierkraniche wie Zugvögel.

Vernissage der Fotoausstellung "So leben wir" im Afrika-Gottesdienst

Quelle: Ludger Schnieder
Sonntag, 17. April 2016, 11 Uhr, Heiliggeistkirche
Kooperation mit der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA)
 
Die Vernissage der Foto-Ausstellung „So leben wir - Alltag in KwaZulu-Natal“ fand in einem Afrika-Welt-Gottesdienst statt.
Simone Knapp von der KASA und Pfarrer Vincenzo Petracca hielten eine Dialogpredigt. Es sang der Afrikachor Manita der Kapellengemeinde. 
Die Fotos von Cedric Nunn erzählen Geschichten über alltägliches Handeln, in denen Menschen Raum für sich reklamieren, sich organisieren und ihr Leben in Würde für sich und andere gestalten. In ihnen erfinden Menschen neue Formen der Solidarität. Sie gewinnen ihre Gestaltungsmacht zurück, um ihr Schicksal auf lokaler Ebene selbst in die Hand nehmen und zum Besseren wenden zu können.

Bach in the Subways

Quelle: Heidelberger Studentenkantorei
Montag, 21. März 2016, Heidelberger Hauptbahnhof

Zum zweiten Mal haben wir uns an der Aktion "Bach in the subways" beteiligt. Sie gehört inzwischen weltweit zum liebsten Zeitvertreib von Musikern, von New York über Tokio bis Sydney. Man überrascht an Verkehrsknotenpunkten mit Musik – und nicht wenige Pendler waren vom hiesigen „Flash Mob mit Bach“ äußerst angetan: Da wir in Heidelberg keine U-Bahn haben, spielten wir einfach auf dem Hauptbahnhof zur Hauptverkehrszeit mit Truhenorgel, Laute und Violine Kammermusik und Choräle von Bach zum Mitsingen, dazu gab es Texte zum Thema "Unterwegs zum Himmel" und einen Segen...
 

Valentin-Gottesdienst mit Frl. Wommy Wonder

Quelle: Ludger Schnieder
Sonntag, 14. Februar 2016, Providenzkirche, 18 Uhr

Kooperation mit der katholischen Citypastoral
 
Beim humorvollen Valentinsgottesdienst hat sich der bekannte Kabarettist mit schwäbischem Einschlag Frl. Wommy Wonder Gedanken zur Liebe gemacht.
 Nach altkirchlicher Legende wurde Bischof Valentin von Terni am 14. Februar 269 hingerichtet, weil er trotz kaiserlichen Verbots Verliebte getraut soll haben.  Wie in den letzten Jahren feierten wir zum Valentinstag wieder einen ökumenischen Gottesdienst für alle Liebenden.

Über Grenzen gehen: Dietrich Bonhoeffer  - eine Lebensreise in Texten und Tönen

Konzertgottesdienst zum 110. Geburtstag

Sonntag, der 7. Februar 2016 um 11 Uhr in der Heiliggeistkirche
 

Quelle: privat, Renate Wind

Dietrich Bonhoeffers Leben war eine fortwährende Grenzüberschreitung aus einer privilegierten Welt in die Gefährdung einer solidarischen Existenz, ein Weg, der ihn in Gefahr und Tod, aber doch auch in eine große Weite und Freiheit geführt hat. Am Ende seiner mutigen Lebensreise wusste er sich in der "Welt, die unsichtbar sich um uns weitet, von guten Mächten wunderbar geborgen."
 
Der Konzertgottesdienst nahm auf diese Lebensreise mit.
Texte: Renate Wind
Musik: Michael Kuch
 
 

Eröffnungsgottesdienst des Jahresthemas "Die Eine Welt" mit Landesbischof

Sonntag, 31.01.2016, 11 Uhr, Heiliggeistkirche

 
Quelle: EOK
Landesbischof
Das Thema der Reformationsdekade im Jahr 2016 ist zugleich das Jahresthema der Citykirche Heiliggeist: „Die Eine Welt“. Im Jahr vor dem fünfhundertjährigen Reformationsjubiläum wird die eine Kirche in der einen Welt in den Blick genommen. Eröffnet wurde das Jahresthema mit einem Gottesdienst, bei dem der badische Landesbischof Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh die Predigt hielt.
Der Gottesdienst drehte sich um das Thema "Flucht und wir".  
Näheres
 

Weihnachts-Rap

Heilig Abend 2015 um 15 Uhr in der Heiliggeistkirche

Kooperation mit Citycult
 
Kinder, Jugendliche und Rapper von Citycult gestalteten am Nachmittag des Heiligen Abends den Gottesdienst in der Heiliggeistkirche. Rapper des Jugendzentrums Citycult übersetzten die Weihnachtsbotschaft in Rap, Rhythmus und Klartext. 
Quelle: Citykirche Heiliggeist
 

Vaterunser-Ausstellung von Siegfried Angermüller

Quelle: SAGA
Großer Gemäldezyklus zum Vaterunser des Heidelberger Künstlers Siegfried Arno Gottlieb Angermüller (mit Künstlername SAGA) in der Heiliggeistkirche
Die Ausstellung war vom 13. September bis 21. November 2015 zu sehen.
 
Gemälde, die das „Vaterunser“ zum Thema haben, sind in Heidelberg kaum bekannt. Nach 29 Ausstellungen in ganz Deutschland ist derzeit der Zyklus aus zehn großformatigen Bildern des Heidelberger Künstlers SAGA (Siegfried Arno Gottlieb Angermüller) in der Heiliggeistkirche zu sehen.
Ein zeitgenössisches Kompositionskonzept offeriert dem Betrachter vielseitig erfahrbare Wahrnehmungsmöglichkeiten, welche durch kosmische und transzendente Zusammen-hänge in der Farben- und Formensprache ausgelöst werden können.

Theater-Gottesdienst - Fahrenheit 451

 Quelle: Annemone Taake

Quelle: Annemone Taake


1. November 2015, 11 Uhr, Heiliggeistkirche

Kooperation mit dem Stadttheater Heidelberg
 
Verloren im System? - Gottesdienst zu Ray Bradburys Theaterstück "Fahrenheit 451"
Im Gottesdienst lasen die Schauspieler des Stadttheaters Lisa Förster und Hendrik Richter.
Im Anschluss gab es ein Nachgespräch mit der Dramaturgin des Stadttheaters Sonja Winkel und Pfarrer Vincenzo Petracca (Pfarrer).

Musikalisch wurde der Gottesdienst von Johanes Vogt (E-Laute), Knut Rössler (Saxophon) und Christoph Schäfer (Orgel) gestaltet.
 
 

Fluchtstation Heidelberg

 Quelle: Udo Lahm

Quelle: Udo Lahm

Fotoausstellung mit Bildern von Udo Lahm in der Providenzkirche

Die Citykirche zeigte vom 7. Oktober bis 15. November 2015 die Fotoausstellung "Fluchtstation Heidelberg - Der Alltag im Patrick-Henry-Village" in der Providenzkirche.
Der Heidelberger Fotograf Udo Lahm fing das Leben der Menschen in Patrick Henry Village mit seiner Kamera ein.
Näheres
 

Beatles-Gottesdienst

11. Oktober 2015, 11 Uhr, Heiliggeistkirche

Quelle: Denise Reuter
Der Pop-Gottesdienst wurde musikalisch wird von einer Beatles-Coverband und der Studentenkantorei gestaltet, unter der Leitung von Christoph Schäfer .
Alle Lieder im Gottesdienst waren von den Beatles und wurden von den GotetsdienstbesucherInnen mitgesungen. Das Motto des Beatles-Gottsdienstes in der vollbesetzten Heiliggeistkirche war "Let it be", dieses Lied stand auch zusammen mit "Yesterday" im Mittelpunkt der Predigt.
 

Citykirche im Gespräch: Kulturbürgermeister Joachim Gerner

Sonntag, 30. August 2015, 11 Uhr, Heiliggeistkirche

Quelle: Buck; Bild: Bürgermeister Dr. Joachim Gerner
Kirchen werden heute oft aufgesucht, um die eindrucksvolle Architektur und kunstvollen Bilder zu bestaunen. In Museen wiederum suchen nicht wenige Menschen Inspiration, Möglichkeiten zur Reflexion oder Spiritualität. Mit diesem und vielen weiteren Aspekten der wechselseitigen Beziehung zwischen Kunst und Kirche beschäftigte sich Heidelbergs Kulturbürgermeister Dr. Joachim Gerner am Sonntag, 30. August 2015 in der Heiliggeistkirche. Er hielt seine Predigt auf Einladung der Citykirche im Rahmen des Themenjahrs „Bild und Bibel“. In einem Abriss über verschiedene Epochen – von der Entstehung des Christentums über die Reformation bis hin zum 21. Jahrhundert – skizzierte Joachim Gerner den Wechsel von radikalen Bilderverboten und wirkungsvollem Bildgebrauch im Christentum. Dabei fügte er Thesen von Klerikern, Kernaussagen wissenschaftlicher Abhandlungen und Standpunkte verschiedener Akteure aus Kunst und Gesellschaft zu einem Mosaik zusammen. Seine Predigt forderte die Kirche auf, die Autonomie der Kunst zu respektieren und als Chance zu begreifen.
 

Requiem für die ertrunkenen Bootsflüchtlinge

11. Juni 2015, 19 Uhr, Heiliggeistkirche

 
Quelle: Citykirche (Bild: Der Himmel weint über die Opfer der Meere)
Die Citykirche Heiliggeist und das Citypastoral Jesuitenkirche veranstalteten eine ökumenische Trauerfeier für die Opfer der Meere. Im Mittelpunkt stand die Klage und die Trauer über die Ertrunkenen. Die Trauerfeier war der klassischen Form des Requiems nachgebildet.
Das Requiem wurde von Bootsflüchtlingen, die heute in Heidelberg leben, und von verschiedenen Flüchtlingsgruppen mitgestaltet. Die Flüchtlinge hatten Bilder ihrer Flucht gemalt, die gezeigt wurden. In Texten schilderten sie die Stationen ihrer Flucht und das Gefühl in Heidelberg zu leben. Eine koreanische Malerin malte im Gottesdienst ein Bild über den Himmel, der über die Opfer der Meere weint.
 

Tango-Gottesdienst

Quelle: Allhelgona
Christi Himmelfahrt, 14. Mai 2015, Heiliggeistkirche

 
In der Heiliggeistkirche fand an Christi Himmelfahrt ein Gottesdienst mit Tango-Musik und Tanz statt.
Musikalisch war die Tango-Messe "Tanzen hat seine Zeit" von Johan-Magnus Sjöberg zu hören. Der Komponist dirigierte auch selbst den Allhelgonachor Lund (Schweden), der zusammen mit der Heidelberger Studentenkantorei die Messe im Tango-Stil aufführte.
Ellinor Westrup und Daniel Carlsson tanzten argentinischen Tango. Die Texte der Tango-Messe stammten von Pastorin Kerstin Hesslefors Persson, die den Gottesdienst auch zusammen mit Pfarrer Vincenzo Petracca deutsch-schwedisch gestaltete.
Am Ende des Gottesdienstes tanzten  Gottesdienstteilnehmende selbst Tango im Chorraum der Heiliggeistkirche. Auch die Liturgen Pastorin Persson und Pfarrer Petracca tanzen zusammen Tango.
 

 
Aktueller Monatsplan


Quelle: Citykirche Heiliggeist

Kunst-Gottesdienst
Bibel trifft argentinische Musik
Jahresthema Citykirche
Flyer zum Jahresthema


Quelle: Citykirche Heiliggeist

Virtueller Rundgang
Altstadtgemeinde