Motorrad

Biker-Gottesdienst

Aktuell

Bikergottesdienst 2019 klappt aus organisatorischen Gründen leider nicht, aber im nächsten Jahr wird es wieder einen Bikergottesdienst geben.

Rückblick - Bikergottesdienst 2017

Kein Freibrief für Vollgas - „Motorrad-StartUp-Day“ von ADAC und MSC Kirchheim

Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung von Werner Popanda am 24. April 2017
Quelle: Citykirche
Was um die letzte Jahrtausendwende als reines Sommerfest des Motorsportclubs Kirchheims (MSC) begann, hat sich mittlerweile zu einem bedeutenden Anziehungspunkt für Motorrad- und Quadfahrer aus nah und fern entwickelt und nennt sich heute „Motorrad-StartUpDay“. Hierfür verantwortlich ist nicht zuletzt, dass im Rahmen dieses Festes auch ein Motorrad- und Quadslalom des ADAC Nordbaden durchgeführt wird. 

Mit dieser Konkurrenz mit von der Partie ist der ADAC Nordbaden laut dem Zweiten MSC-Vorsitzenden Wolfgang Weber seit fünf Jahren. Noch deutlich länger der Fall ist das beim Motorradgottesdienst von Vincenzo Petracca, früher Pfarrer der Kirchheimer Wicherngemeinde und jetzt Seelsorger der Evangelischen Citykirche.
Quelle: www.christoph-georgii.de
Diesmal gestaltete er den unter dem Leitgedanken der Biker-Hymne „Born to be wild“ stehenden Gottesdienst gemeinsam mit der Sängerin Tine Wiechmann und dem Keyboarder Johannes Weiß 

Unter anderem stellte Petracca die Frage, ob die Biker denn das „Born to be wild“-Gefühl gehabt hätten, als diese ihre Maschinen nach dem Winterschlaf wieder fit machten. Denn schließlich könne „im Zusammenspiel von Sonne, Wind und Maschine Freiheit erlebt werden“. Doch wüssten die Biker seiner Ansicht nach zugleich, wie gefährlich das Fahren ohne Karosserie und Airbag sei und wie hoch die Anforderungen beim Fahren mit einem Zweirad seien. 

Quelle: www.msc-heidelberg-kirchheim.de
Genau darum, nämlich um das Wohlergehen der Motorrad- und Quadpiloten geht es auch beim Motorrad- und Quadslalom des ADAC Nordbaden. Da man die Zeit, in der der Slalomkurs absolviert wird, misst, spielt die sportliche Konkurrenz durchaus eine nicht unerhebliche Rolle. Viel wichtiger ist für Hannes W. Peter, der im nordbadischen ADAC Ableger seit zwölf Jahren für die Quadund Motorradmeisterschaften verantwortlich zeichnet, jedoch die Sicherheit der Fahrer. 

„Jeder, der verunglückt“, lautet denn auch sein dies bezügliches Credo, „ist ein Verunglückter zuviel“. Daher gelte es jedes Jahr aufs Neue, die Fahrer über die vielen im alltäglichen Straßenverkehr lauernden Gefahren zu belehren. Hierzu allerbestens passte der Hinweis von Motorradfahrer Petracca, dass der Segen, den die Biker von ihm erhielten, natürlich „kein Freibrief für Vollgas- oder Höllenfahrten ist“.

Viel mehr gefragt seien die Einhaltung der Verkehrsordnung, der Promillegrenze und der Helmpflicht, eine angemessene Geschwindigkeit, weniger Power, die nötige Rücksicht und mehr Umsicht. Letzteres vor allem deshalb, weil der Biker „als der Schwächere die Fehler der anderen ausgleichen muss“. Und überhaupt, so Petraccas Mahnung und Aufforderung in Richtung der Biker, „macht der Himmel nicht alles, es liegt auch an Ihnen und an Ihrem Fahrstil!“
 

Rückblick

Bikergottesdienst 2016

Quelle: Winfried Bachem
In Kooperation mit dem ADAC und dem MSC Heidelberg-Kirchheim
Sonntag, 24. April 2016, ADAC-Verkehrsübungsplatz Heidelberg-Kirchheim
 
Zum Start-Up der Saison gab es wieder einen Motorradgottesdienst in Kooperation mit dem Motorsportclub Heidelberg-Kirchheim und dem ADAC Nordbaden.
Bei der Segnung der Biker erhob sich ein ohrenbetäubendes Aufheulen der Motoren als bekräftigendes "Amen" zum Himmel. Im Anschluss gab es eine Konvoifahrt durch Kirchheim.
Der Gottesdienst war eingebettet in den Tag der offenen Tür des ADAC und der Feuerwehr.
 
 

Bikergottesdienst 2015 mit Segnung

In Kooperation mit dem ADAC und dem MSC Heidelberg-Kirchheim
Sonntag, 19. April 2015, ADAC-Verkehrsübungsplatz Heidelberg-Kirchheim

Texte des Bikergottesdienstes (Pfr. Vincenzo Petracca)

Eingangsgebet
Barmherziger Gott!
Das Leben erwacht – in der Natur und auch in mir. Voller Freude zieht es mich hinaus in Deine wunderbare Schöpfung. Auf dem Motorrad bin ich der Natur und Dir ganz nah.
Ich weiß, wie gefährlich das Fahren ohne Karosserie und Airbag ist. Ich weiß, wie hoch die Anforderungen beim Fahren mit einem Zweirad sind.
Aber Du weißt es auch: Im Zusammenspiel von Sonne, Wind und Maschine erlebe ich Freiheit und meine Seele tankt auf.
Schenke mir Deinen Segen: heute hier im Gottesdienst und auf all meinen Wegen! Amen.

Quelle: Winfried Bachem
Fürbittgebet

Guter Gott, die Straße gehört allen. Du bist Vater und Mutter auch für Fußgänger und Radfahrer. Alte Menschen, Kinder, Behinderte - sie haben die gleichen Rechte. Wir wollen jetzt unsere Bitten vortragen:
- Gib uns Ruhe und Gelassenheit, Rücksicht und Freundlichkeit auch dann, wenn es Ärger gibt, bei Pannen und in Staus, oder wenn Anfänger ihre Fehler machen.
- Hilf, daß nicht das Recht des Stärkeren auf unseren Straßen herrscht und Menschen in Gefahr bringt, sondern deine Menschenfreundlichkeit sich in unserem Umgang miteinander spiegelt.
- Hilf, daß durch Unachtsamkeit, Leichtsinn oder auch nur Müdigkeit keine bösen Folgen entstehen. Laß uns vorausschauend fahren und dadurch Unfälle vermeiden helfen.
- Bewahre uns vor dem Rausch der Geschwindigkeit, vor Rücksichtslosigkeit und Sturheit. Damit wir deine Schöpfung nicht aufs Spiel setzen.
- Wir danken Dir, dass Du uns in der hinter uns liegenden Saison vor Unfällen bewahrt hast. Wir danken Dir, dass Dein Schutzengel uns begleitet hat, und uns manchmal die Hand vom Gasgriff nahm, und uns bremsen ließ, damit wir nicht zu Schaden kamen.
- Wir denken vor Gott auch an alle, die im Straßenverkehr ums Leben gekommen sind.
 
Biker-Psalm
Ich will Dich loben, Du Gott des Himmels und der Erde,
der Du die Welt geschaffen hast.
Ich will Dich loben, der Du die Berge und die Seen,
die Wiesen und die Wälder meinem Auge zeigst.
Ich will Dich loben, der Du die Straße vor mir ausbreitest,
die Straße mit dem glatten Asphalt.
Gott, wenn ich den Fahrtwind im Gesicht spüre,
fühle ich Deine erfrischende Gunst.
Wenn ich die Bäume und die Felder an mir vorbeigleiten sehe,
so freue ich mich meines Lebens.
Quelle: Citykirche
Wenn ich mein Motorrad beschleunige,
so drücke ich meine Lebensfreude aus.
Gott, behüte mich vor Unfall und Gefahr,
bewahre mich vor Leichtsinn und Übermut,
Gott, behüte mich auf der Straße,
bewahre mein Leben vor Unglück und Tod.
Gott, ich will Dich loben auf der Straße,
ich will Dir danken für all das Schöne.
Gott, ich will Dich loben im frischen Fahrtwind,
ich will Dir danken. solange ich lebe. Amen.



Ansprache: Motorradhelm
 
Liebe Biker, das fast sommerliche Wetter der vergangenen Tage hat viele Biker auf die Straße gelockt. Nach der Winterpause wurde das Kühlwasser und das Öl geprüft, die Bremsen von Flugrost gereinigt - und dann hinauf auf die Maschine! In Speed und Fahrtwind kann man Freiheit erahnen. Und Lebensfreude spüren.

Quelle: Edward Schreckling
Auf dem Altar steht ein Motorradhelm. Ein Motorradhelm ist rund. Die Kugel ist eine vollkommene Figur. Je zwei Punkte auf der Kugel sind vom Mittelpunkt gleich weit entfernt. Da die Kugel eine vollkommene Figur ist, gilt sie in vielen Kulturen als Symbol für das Absolute, für die Vollkommenheit, für den Himmel, für Gott. Ich habe Ihnen heute einen Motorradhelm mitgebracht, weil ich glaube: Gott ist wie ein Motorradhelm: Er ist vollkommen wie eine Kugel.
Aber ein Motorradhelm ist ja nicht nur irgendeine Kugel, er hat auch eine besondere Funktion: Er schützt. So ist auch Gott, so glaube ich: Gott ist ein Schutz. Er will uns bewahren und behüten. Der Glaube an Schutzengel kommt wieder in Mode. Ich selbst glaube, dass es Schutzengel gibt. Und ich glaube auch: Gott schickt einen Schutzengel zu jedem Motorrad und zu jedem Roller. Seine Schutzengel sind rund um die Uhr im Einsatz. Hierfür steht der Motorradhelm auf dem Altar.

Gott ist wie ein Motorradhelm.  Er schützt uns. Da ist aber auch die andere Erfahrung. Wir alle hier kennen wohl jemand, der davon betroffen wurde. Tragische Motorrad-Unfälle.
Freilich, Gott ist nicht für alles verantwortlich. Er ist nicht verantwortlich für das, was wir alle hätten versuchen müssen zu verhindern: Durch andere Fahrt, durch sicheren Straßenbau, durch weniger Power, durch richtige Kleidung. Ja, durch das Mitdenken für andere. Manche Autofahrer sind nach dem Winter noch nicht an Motorräder gewöhnt. Für diese müssen Sie mitdenken, denn Sie haben keine Karosserie oder keinen Airbag, der Sie schützt.

Quelle: Winfried Bachem
Gott ist wie ein Motorradhelm. Dennoch müssen wir unseren eigenen Anteil leisten zu unserem Schutz. Bleiben wir beim Helm. Ein Helm sollte nach 5 Jahren oder nach einem Sturz gewechselt werden. Das Visier sollte nicht verkratzt sein. Den Helm fürs Leben gibt es nicht.
Um einem Mißverständnis zu begegnen: Der Segen, den ich nachher ausspreche, macht nicht unverwundbar. Der Segen ist kein Freibrief für freie Fahrt. Man darf nicht übermütig denken: Gib Gas, ich will Spaß. Ein gütiges Schicksal wird mich behüten! Oder: Mein Glück wird mich schon nicht verlassen.
Gott ist wie ein Motorradhelm. Wir setzen diesen göttlichen Helm auf, indem wir Ehrfurcht vor dem Leben anderer und Ehrfurcht vor dem eigenen Leben haben. - Und keine Angst: Gott lässt uns nicht zur Hölle fahren! Unser Leben ist in seinen guten Händen!

 
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Quelle: Citykirche Heiliggeist

Kunst-Gottesdienst
Bibel trifft argentinische Musik
Jahresthema Citykirche
Flyer zum Jahresthema


Quelle: Citykirche Heiliggeist

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