Theater

Abends ins Theater, morgens in den Gottesdienst

Quelle: Karin Wilke

Aktuell

Tanzgottesdienst "Dusk" mit der Dance Company Nanine Linning 

Sonntag, 24.6.2018, 11 Uhr, Heiliggeistkirche

Der Tanzgottesdienst zu "Dusk" von Nanine Linning ist eine Kooperation mit dem Theater der Stadt Heidelberg.
 
Aktueller Hinweis: Die Kirche wird um 10 Uhr geöffnet. Da die Zahl der Plätze leider begrenzt ist, bitten wir frühzeitig dazu sein.
 
Gestaltung:
Tanz: Dance Company Nanine Linning 
Ansprache: Dekanin Dr. Marlene Schwöbel-Hug
Liturgie: Citypfarrer Dr. Vincenzo Petracca
Musik: Knut Rössler (Saxofon), Jan Wilke (Orgel)
 
Mit „Dusk“ kreiert die Dance Company Nanine Linning / Theater Heidelberg in ihrer ersten Zusammenarbeit mit Elias Grandy, dem General-Musik-Direktor des Philharmonischen Orchesters Heidelberg, ein Tanzstück in seiner reinsten Form. In einem dreiteiligen Spannungsbogen vollzieht sich die Reise des Menschen vom Leben in den Tod. Auf die Essenz konzentriert, vertraut Tanz dabei ganz dem intuitiven Wissen des Körpers. Berührt eine Erahnung des Unumgänglichen, erzählt von Abschied und Übergang. Im Rahmen eines Tanzgottesdienstes wird ein Ausschnitt von „Dusk“ zu der großartigen Musik Gustav Mahlers am 24. Juni in der Heiliggeistkirche Heidelberg gezeigt.
 
Das Format des Tanzgottesdienstes beschreibt eine bereits mehrjährige Kooperation zwischen der Heiliggeistkirche sowie dem Theater und Orchester Heidelberg, die Tanz und Gottesdienst als gemeinsamen Ausdruck kulturellen Verständnisses feiert. Eingebettet in eine einfühlsame Predigt der Dekanin Dr. Marlene Schwöbel-Hug zum Thema Leben und Abschiednehmen erfährt das existentielle Tanzstück von Nanine Linning in dieser Symbiose von Wort und Bewegung eine Neudeutung an einem atmosphärisch-besonderen Ort.
  

Konzept

Abends ins Theater, morgens in den Gottesdienst

Theater spiegelt Welt: Konflikte werden dargestellt, menschlichen Sehnsüchten wird ein künstlerischer Ausdruck gegeben. Die Religion hat denselben Bezug zur Welt, bietet aber einen eigenen Blick auf die Welt mit ihren Konflikten und Sehnsüchten. Das haben die Citykirche und das Theater der Stadt Heidelberg zum Anlass genommen, den Gottesdienst an ausgewählten Sonntagen auf Themen des Theaterspielplans zu beziehen. Den Auftakt der Reihe "Abends ins Theater, morgens in den Gottesdienst" machte "Fahrenheit 451" im November 2015.
 

Rückblick

Gut zu sein und doch zu leben - Theater-Gottesdienst zu "Der gute Mensch von Sezuan"

Sonntag, 21. Januar 2018, 11 Uhr, Heiliggeistkirche

In Kooperation mit dem Theater der Stadt Heidelberg
Quelle: Gabi Dietz-Wölfer
Gestaltung:
Citypfarrer Vincenzo Petracca
Leitende Dramaturgin Sonja Winkel
KünstlerInnen des Theaters: Alina Müller, Benedict Fellmer
Musik:
Knut Rössler (Saxofon)
Christoph Schäfer (Orgel)
 
Texte und Ansprache:

Quelle: Vincenzo Petracca

 
Gut 300 Personen kamen zum Theatergottesdienst zu Bertolt Brechts "Der gute Mensch von Sezuan". Brechts Frage, ob der Mensch gut sein kann, wurde mit Luthers Aussagen hierzu bei der Heidelberger Disputation ins Gespräch gebracht. Im Anschluss an den Gottesdienst war Gelegenheit, gemeinsam mit den Theaterleuten und dem Pfarrer zu diskutieren.
 
Brechts Stück erzählt eine spannende Parabel: Drei Götter wollen in der chinesischen Provinz Sezuan beweisen, dass es noch Menschen guten Herzens gibt. Aber niemand erkennt sie. Alle, die leicht teilen könnten, weil sie es sich leisten können, lehnen es ab, den drei Unbekannten Unterschlupf zu gewähren, nur die arme Prostituierte Shen Te nimmt sie auf. Als sie ihre Geldsorgen offenbart, bezahlen die Götter sie mit einem kleinen Vermögen. Sie verspricht, sich nur noch gut zu verhalten, und kauft einen kleinen Tabakladen. Zunehmend nutzen Schmarotzer Shen Tes Gutmütigkeit aus, und sie macht Schulden. Angesichts der harten Realität kann sie nicht gut bleiben. Sie schlüpft in die Rolle des Vetters Shui Ta, der rücksichtslos kapitalistisch wirtschaftet und den kleinen Laden zu einem florierenden Unternehmen ausbaut. Fragen, die heute auch von großer Bedeutung sind. Muss der Anspruch der Götter, »gut zu sein und doch zu leben«, in dieser Welt scheitern? Was macht einen guten Menschen aus? Welche Umstände sind erforderlich, dass Menschen gut handeln können? Fragen, die heute auch von großer Bedeutung sind. 

Theatergottesdienst: Der blaue Würfel

Pfingstsonntag, 4.6.2017, 11 Uhr, Heiliggeistkirche
Kooperation mit dem Theater der Stadt Heidelberg

Quelle: Dr. Manfred Schneider (bearbeitet Vincenzo Petracca)
Der Theatergottesdienst, den Pfarrerin Sigrid Zweygart-Perez gestaltete, drehte sich um das Stück "Der blaue Würfel", das im Stadttheater läuft. Vom Theater gestalteten die Schauspielenden Sheila Eckardt, Andreas Uhse und Marco Albrecht sowie der Dramaturg Jügen Popig den Gottesdienst mit.

Zum Inhalt des blauen Würfels:
Wohin driftet unsere Gesellschaft? Wie wird sich das Leben, etwa in Heidelberg, in den nächsten Jahrzehnten verändern? Nicht klassische »science fiction«, sondern eine Art »social science fiction«, ist es, was der renommierte Autor David Gieselmann in seiner neuen Komödie unternimmt: ein spekulativer Blick in unsere nicht allzu ferne Zukunft. Ohne die gebotene Zurückhaltung, dafür mit Frechheit und kritischem Witz. Das Stück von Gieselmann ist eine Auftragsarbeit des Theaters und Orchesters Heidelberg.

Tanzgottesdienst "Khôra" mit Nanine Linning

Quelle: Karin Wilke
Sonntag, 19. Februar 2017, Heiliggeistkirche
 
Über 500 Personen besuchten den Tanzgottesdienst in Kooperation mit der Nanine Linning Dance Company des Stadttheaters Heidelberg  in der brechend vollen Heiliggeistkirche.
In der Rhein-Neckar-Zeitung stand "beim Tanz-Gottesdienst mit den Tänzen aus Nanine Linnings Choreographie 'Khôra' entstand in dem hohen Kirchenschiff ein fast magisches Miteinander zwischen Dekanin Marlene-Schwöbel-Hug, Citypfarrer Vincenzo Petracca, den Tänzern und den Besuchern - ein besonderes Geschenk zum 500-Jahr-Jubiläum der Reformation."
 

Der Fliegende Holländer -  Theatergottesdienst zur romantischen Oper von Richard Wagner

22. Mai 2016, 11 Uhr, Heiliggeistkirche
Ansprache: Dekanin Dr. Marlene Schwöbel-Hug
In Kooperation mit dem Theater der Stadt Heidelberg
 
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Der_fliegende_Holl%C3%A4nder
Inhalt der Oper:
Einstiger Hochmut verdammt den holländischen Seefahrer seit Jahrhunderten zur ruhelosen Wanderschaft auf den Weltmeeren, nicht sterbend und nicht lebend, ohne Anker, ohne Ziel. Erst die Liebe einer Frau, »treu bis in den Tod«, kann ihn erlösen. So stark wie sein Wunsch nach dieser Frau, so groß ist die Sehnsucht der Kapitänstochter Senta nach dem »Anderen« – verkörpert im Fantasiebild eines Mannes, das ihr heraushilft aus der Enge und Fremdheit ihrer kleinen häuslichen Welt. Sie begegnen einander, ihre Sehnsüchte treffen sich – und mit unbeirrbarer Überzeugung, alle alten Bindungen zerschlagend, folgt Senta ihrem Traum...
 

Theater-Gottesdienst zu Ray Bradburys "Fahrenheit 451"

In Kooperation mit dem Theater der Stadt Heidelberg
1.11.2015, 11 Uhr, Heiliggeistkirche

Der Gott der Freiheit gegen Totalitarismus - Gottesdienst zu Ray Badburys Theaterstück "Fahrenheit 451" - Am Sonntag in Heiliggeist

Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung von Sabine Hebbelmann vom 31. Oktober 2015

Tango im Chorraum, der Bürgermeister auf der Kanzel und Beatles-Songs als Kirchenlieder – bei seinen Citykirchen-Gottesdiensten geht Pfarrer Vincenzo Petracca neue und ungewöhnliche Wege. Zum nächsten City-Gottesdienst am Sonntag, 1.November, um 11 Uhr holt er das Theater der Stadt Heidelberg mit dem Stück „Fahrenheit 451“ in die Heiliggeistkirche am Marktplatz.
 Quelle: Annemone Taake

Quelle: Annemone Taake

Dabei sein wird nicht das ganze Ensemble, sondern die Schauspieler Hendrik Richter und Lisa FörsterlesenimGottesdienst. Ein Nachgespräch mit der Gemeinde direkt im Anschluss führt die leitende Dramaturgin Sonja Winkel zusammen mit Pfarrer Petracca. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst von Johannes Vogt an der E-Laute und Knut Rössler am Saxofon.
Der dystopische Roman „Fahrenheit 451“von Ray Bradbury aus dem Jahr 1953 hat nichts von seiner Aktualität verloren. Eine hoch technisierte Gesellschaft, in der Bücher, Literatur und Philosophie keine Rolle spielen – ihre Lektüre unter Strafe verboten ist: Großbildleinwände füttern die Menschen mit den „richtigen“ Inhalten, und wenn doch einmal ein überkommener Bücherfreund aus der al ten Zeit dingfest gemacht wird, sorgt die Feuerwehr dafür, dass keine Buchseite mehr übrig bleibt.
Hauptfigur Guy Montag ist ein solcher Feuerwehrmann, dessen tägliche Aufgabe im Kampf gegen die aufrührerischen Bücher allein auf das Legen von Feuer ausgerichtet ist. Dass die Feuerwehr einst dazu da war, Brände zu löschen,kann sich in dieser Welt kaum noch jemand vorstellen.
Pfarrer Petracca nahm in seiner Predigt totalitäre Systeme oder Strukturen in den Blick und stellte die Frage, wie sich der Einzelne verhalten soll. „25 Jahre Einheit feiern wir in diesen Wochen, vor 25 Jahren war die Kirche in der DDR mit dieser Frage beschäftigt. Aber auch heute gibt es bei uns totalitäre Systeme und Strukturen: Totalitarismus im Internet- und Überwachungszeitalter“, so Petracca. Biblischer Hintergrund seiner Predigt werde „der Gott der Freiheit sein, der die Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten geführt hat“. Jeder Totalitarismus gaukele den Grundsatz „Es gibt keine Alternative“ vor. „Das ist ein zutiefst unchristlicher Satz, denn der Gott der Freiheit und der Zukunft eröffnet immer Alternativen“, meint Petracca.

 
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Quelle: Citykirche Heiliggeist

Kunst-Gottesdienst
Bibel trifft argentinische Musik
Jahresthema Citykirche
Flyer zum Jahresthema


Quelle: Citykirche Heiliggeist

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