Pop-Oratorium „Luther“ mit 2.200 SängerInnen – davon 50 aus Heidelberg – in der ausverkauften SAP-Arena aufgeführt

Zu L-U-T-H-E-R tobte der Saal bereits am Anfang
Mannheim, 11.02.2017. Die Stimmung in der ausverkauften SAP-Arena hätte nicht besser sein können, als die 2.178 Chorsängerinnen und Sänger aus Baden, der Pfalz und sogar Hessen zum stimmgewaltigen Pop-Oratorium „Luther“ ansetzten: „L-U-T-H-E-R – wer ist Martin Luther?“ fragten sie die rund 10.000 Zuschauer im Eingangschoral immer wieder, die dem Mega-Chor mit begeistertem Mitklatschen antworteten.

52 Chöre und rund 500 Einzelsänger liehen an dem Abend bei der Mannheimer Aufführung der musikalischen Unterhaltungsshow über das Leben des berühmten Reformators von Dieter Falk (Komponist)und Michael Kunze (Librettist) ihre Stimme. Aus dem evangelischen Kirchenbezirk Heidelberg nahmen an die 50 Sängerinnen und Sänger aus 5 Chören teil (Bezirkschor Vocalissimo, Provicanto, Kantorei Johannesgemeinde, Figuralchor und Camerata Vocale).

Die jüngste Sängerin aus Heidelberg, die zwölfjährige Sopranistin Charlotte Heidemarie Voss, war begeistert war von der tollen Atmosphäre in der SAP-Arena. Für Hansjörg Neubauer von der Kantorei der Johanneskirche stand von Anfang an fest: „Als ich erstmals vom Pop-Oratorium hörte, wollte ich sofort dabei sein, um mit und vor so vielen Menschen aufzutreten. Irgendwie ist das auch `meine´ Musik.“

Mit Lasershow und Farbeffekten wurde das Publikum auch visuell in den Bann gezogen
Chorleiter Klaus Petzel war mit 25 Sängerinnen und Sängern des Bezirkschors Vocalissimo und vier weiteren aus dem Chor Provicanto dabei. „Vor fast genau 5 Jahren haben wir in der SAP Arena bei dem Oratorium „Die 10 Gebote“ – auch von Dieter Falk – mitgesungen und wussten nach dem grandiosen Event, was uns bei „Luther“ erwarten wird. Wo hat man denn schon einmal die Möglichkeit, zusammen mit so vielen SängerInnen bei einem Pop-Oratorium mitmachen zu können?“ Begeistert war Petzel vor allem von der musikalischen Umsetzung durch Dieter Falk: „Wie er die Lutherchoräle in seine eigenen Themen eingearbeitet hat und somit ganz mitreißende „Ohrwürmer“ zum Mitsingen geschaffen hat, ist schon grandios.“

Das Publikum mitzureißen war auch das Ziel des Projekts, das durch die Stiftung „Creative Kirche“ aus Witten in Kooperation mit der EKD unter Schirmherrschaft von Ratsbotschafterhin Margot Käßmann angestoßen wurde. Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh, der bei der Aufführung in Mannheim am 11.2. Schirmherr war, freute sich schon im Vorfeld auf das musikalische Großereignis: „Luther hat sich von Gottes Liebe bewegen lassen und in seiner Freude Viele mitgerissen, davon werden wir beim Luther-Oratorium etwas erleben. Religion muss in die Öffentlichkeit, sich mit anderen Meinungen auseinandersetzen, mehr Präsenz zeigen. Dazu will auch das Pop-Oratorium beitragen“, so der Landesbischof. Dies ist, will man dem begeisterten Applaus des Publikums glauben, an dem Abend auf ganzer Linie gelungen.

Karin Wilke