„Wir sind als Christen aufgefordert, den Austausch mit den Wissenschaften zu suchen, Orientierungsmöglichkeiten für ein Leben anzubieten, zuzuhören und vor allem im Gespräch mit gesellschaftlichen Strömungen, Fragen und Herausforderungen zu bleiben“, erläutert Dekanin Dr. Marlene Schwöbel-Hug ein Hauptanliegen des +punkts. Dabei dankt sie dem EOK für die Aufstockung der evangelischen Leitungsstelle auf 50 Prozent, denn „das ist für die weitere Aufbauarbeit und die Entwicklung von neuen Ideen und Begleitung von Gruppen, Seminaren, Fortbildungen, die hier stattfinden, wirklich nötig.“
Das Thema Schrift und Spiritualität möchte auch Pfarrerin Rödszus-Hecker zu einem inhaltlichen Schwerpunkt ihrer Arbeit im +punkt machen. `Literatur und Selbsterfahrung´ sind für die studierte Germanistin wichtige Themen, die einen guten Einstieg in eine Seelsorgesituation bieten können. „Darüber hinaus liegt mir auch das Thema `Kirche und Medizin´ sehr am Herzen, einen wunderbaren Arbeitskreis hierzu gibt es ja bereits“, freut sich die Seelsorgerin auf ihre zukünftigen Aufgaben.
Seit März 2016 gibt es den +punkt in den Räumen der Marsiliusarkaden im Neuenheimer Feld. Er wird in Trägerschaft der Evangelischen Kirche und der Katholischen Stadtkirche in Heidelberg in Kooperation mit der Evangelischen StudierendenGemeinde und dem katholischen Universitätszentrum betrieben. Mit seinen zahlreichen seelsorgerlichen und spirituellen Angeboten sowie künstlerischen und wissenschaftlichen Vorträgen ist er ein Ort der Begegnung für Patienten und ihre Angehörigen, Mitarbeitende der Kliniken und Forschungseinrichtungen sowie Studierende.„Die Resonanz auf unsere Angebote ist gut mit ansteigender Tendenz“, berichtet der katholische Leiter Dr. Nikolaus Schmerbeck. „Vor allem unsere spirituellen Kurse sowie die seelsorgerlichen Angebote sind sehr nachgefragt. Bei den wissenschaftlichen Vorträgen und musikalischen Abendveranstaltungen konkurrieren wir derzeit leider noch zu sehr mit dem großen Angebot in der Stadt. Das möchten wir in der Zukunft gerne ändern“, wünscht sich der Pfarrer und Seelsorger.
Karin Wilke



