Gott näher kommen in den Wipfeln der Bäume – Übernachtungen im Baumhauscamp Michelbuch sind wieder buchbar

Mit Herz und Hand dabei - das Team hat viel Spaß zusammen
Heidelberg/Michelbuch, August 2021. Schon von Weitem hört man es im Wald der Stiftung Schönau in Michelbuch bei Neckarsteinach hämmern und rufen. Wo sonst eigentlich nur der Wind in den Bäumen rauscht, haben vom 19. bis 28. August wieder rund 60 Jugendliche und junge Erwachsene in bis zu 12 Metern Höhe ein vollständig bewohnbares Baumhaus mit fünf Plattformen über drei Ebenen gezimmert. 200 Baumstämme, 16 Kilometer Seil, 25 Kilo Nägel und 200 Quadratmeter Bretter haben sie dabei verbaut, gespendet von der Stiftung Schönau, die das Baumhauscamp in ihrem Wald seit 2015 mit Materialien und Logistik unterstützt.
 
Wenn alle mit anpacken, klappt der Holznachschub
„Der eigentliche Zweck unseres Camps sind die Lernerfahrungen in der Gemeinschaft und das, was in den Herzen der jungen Leute passiert. Hier im Wald können sie sich selbst und Gott besser kennenlernen, die enge Zusammenarbeit mit Kopf, Herz und Hand schweißt uns wie eine große Familie zusammen“, erläutert Campleiter Göran Schmidt. Das authentische Vorleben christlich-ethischer Werte stehe dabei im Mittelpunkt, „hier erhalten wir als Gemeinschaft Antworten auf die Frage, was das Leben lebenswert macht“, so der Erlebnispädagoge.
 
Seit sechs Jahren baut der CVJM Baumhauscamp e.V. im Stiftungswald riesige Baumhäuser mit bis zu 8 Plattformen, die sich auf unterschiedlichen Ebenen bis zu 18 Meter hoch in die Bäume erstrecken. Alle drei Jahre müssen diese „Mini-Wohnwelten“ inmitten der Natur wieder abgebaut werden, damit die Bäume sich erholen können, mittlerweile ist das dritte Baumhauscamp im Entstehen.
 
Drei Plattformen im Entstehen
Der CVJM Baumhauscamp e.V. möchte diese Erlebnisse im Sinne der „Fresh Expression of Church“ auch für Menschen erfahrbar machen, die bisher noch keine oder nur wenige Berührungspunkte mit dem christlichen Glauben hatten. Die Arbeit des CVJM ist eingebunden in das wald- und erlebnispädagogische Zentrum „Forsthaus Michelbuch“, das unter anderem zu waldpädagogischen Führungen und Gottesdiensten im Wald einlädt. Sowohl Baumhaus als auch Forsthaus können von kirchlichen Gruppen wie Konfirmanden oder Pfadfindern, aber auch naturverbundenen Erwachsenen gemietet werden.
 
Für diese Arbeit muss man schwindelfrei sein
Pfarrer Fabian Kliesch hat mit Teamer*innen der Bonhoeffergemeinde bereits zweimal dort übernachtet: „Es war ein tolles Gefühl, Zeit als Gruppe in den Baumkronen zu verbringen: dort zu diskutieren, zu essen, zu schlafen“, so der Pfarrer. „Eine ganz unmittelbare Naturverbundenheit mit den Bäumen, den Geräuschen und Gerüchen des Waldes“, fanden auch die Jugendlichen, „mitten in der Natur und super komfortabel!“ Auch Altstadtpfarrer Mirko Diepen schwärmt von den Naturerfahrungen in luftiger Höhe mit seinen Konfirmand*innen: „Es ist erstaunlich, wie viel wir von den Bäumen über das Leben und Gottes Schöpfung lernen können. Eine Erfahrung, die uns trotz kalter Nächte noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.“
 
Das Baumhaus steht Interessierten von April bis Ende Oktober zur Verfügung, das Forsthaus ganzjährig. Buchungen unter www.baumhauscamp.org bzw. www.forsthaus-michelbuch.org