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Schulung
Detaillierte Angaben zu Art, Umfang, Nachweis und Wiedervorlage der erforderlichen Schulungen finden sich im Schutzkonzept der Evangelischen Kirche in Heidelberg. Neben den "Alle Achtung"-Schulungen gibt es auch weitere Schulungsformate für besondere Gruppen, zum Beispiel Gemeindeleitungsschulungen.
Hauptamtlich Tätige sind zur Teilnahme an einer Gewaltschutzschulung verpflichtet, die alle 5 Jahre erneuert werden muss. Viele ehrenamtliche Tätigkeiten in der Evangelischen Kirche in Heidelberg beinhalten ebenfalls einen Schutzauftrag für anvertraute Personen. Deshalb ist auch hier auf die persönliche und fachliche Eignung der Mitarbeitenden zu achten.
Folgende haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende ab einem Mindestalter von 16 Jahren nehmen verpflichtend in unserer Kirche an „Alle Achtung Schulungen“ teil:
1) Mitarbeitende, die in der (Bildungs-)Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie schutzbefohlenen Erwachsenen tätig sind (z. B. KiGo-Mitarbeitende, Konfi-Teamer*innen, Mitarbeiter*innen des Besuchsdienstes etc.)
2) Mitarbeitende, die mit der Aufsicht von Kindern, Jugendlichen sowie schutzbefohlenen Erwachsenen betraut sind (z. B. Freizeit-Teamer*innen, Zirkus-Übungsleiter*innen, Mitarbeiter*innen z. B. im Café Talk)
3) Mitarbeitende mit Leitungsaufgaben (z. B. Ältestenkreismitglieder, Pfadi-Leitungen, Posaunenchorleiter*innen, KiGo-Teamer*innen, Besuchdienst-Leitungen) und Mitarbeitende, die in Seelsorge- und Beratungssituationen tätig sind
4) Alle Gremienmitglieder (Stadtsynode, Stadtkirchenrat, Ältesten- und Leitungskreise usw.) als Mitverantwortliche in der Leitung unserer Kirche
5) Die Fortbildung muss zeitnah, d. h. spätestens 3 Monate nach Tätigkeitsbeginn besucht werden.
Mitarbeitende, die selbst von sexualisierter Gewalt betroffen waren oder sind und die befürchten, dass die psychische Belastung einer regulären „Alle Achtung”-Schulung zu hoch ist, erhalten die Möglichkeit, die Schulung in einem geschützten Rahmen zu machen. Diese Mitarbeitenden wenden sich dazu vertraulich an die Fachstelle Prävention im Evangelischen Oberkirchenrat Karlsruhe, an Mitglieder des Interventionsteams Heidelberg oder an ihre Leitungsperson vor Ort.
Über die „Alle Achtung Schulungen“ für Mitarbeitende hinaus fördern wir Informations- und Präventionsangebote für Familien, Kinder, Jugendliche, schutz- oder hilfebedürftige Erwachsene und die ganze Evangelische Kirche in Heidelberg.
Welche Schulung für wen?
Für Beschäftigte der Evangelischen Kirche in Heidelberg:
a) für Kita-Mitarbeitende: durch ein Kinderschutzprogramm und entsprechende Schulungen, die von der Kita-Abteilung der EKV (bzw. ab 1.1.2027 des DLZ Nordbaden) organisiert werden
b) für ehren- und hauptamtliche Mitarbeitende des Diakonischen Werkes: durch die „Alle Achtung“-Multiplikator*innen des Diakonischen Werkes (Stand Juni 2026: Amelie Schürmann, Monika Kirchdörfer, Lisa Arnold, Annika Würtz, Ruth Rost, Corinna Hirschfeld)
c) für weitere Beschäftigte: „Alle Achtung“-Schulungen zentral angeboten auf der Homepage des Kinder- und Jugendwerks Heidelberg
Für Ehrenamtliche der Evangelischen Kirche in Heidelberg:
a) über 16 Jahren: „Alle Achtung“-Schulungen zentral angeboten auf der Homepage des Kinder- und Jugendwerks Heidelberg
b) unter 16 Jahren: Jung-Teamer-Schulungen zur Sensibilisierung von Nähe und Distanz Diese werden auf der Homepage des Kinder- und Jugendwerks Heidelberg angeboten.
Ergänzend bietet die Evangelische Nachbarschaftshilfe in Heidelberg Gewaltschutzschulungen an.
Es gibt eine Checkliste zur wechselseitigen Anerkennung von Schulungen zur Prävention sexualisierter Gewalt (siehe Anlage 10 zum Schutzkonzept; Stand 2.6.2026).

